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Lkw kippt um / Straße zwischen Springe und Eldagsen zwölf Stunden gesperrt / 85 000 Euro Schaden

Unfall: 26 Tonnen Kies im Saupark-Zaun

Alvesrode/Eldagsen (mari). Ein mit 26 Tonnen Kies beladener Lkw kam gestern Morgen auf der Landesstraße zwischen Springe und Eldagsen von der Fahrbahn ab, riss drei Bäume um und kippte auf die Seite. Die demolierte Zugmaschine blieb mit dem Sattelauflieger auf dem Radweg liegen. Der Abschleppdienst orderte zwei Kräne, denen es allerdings erst nach dreieinhalb Stunden gelang, das Gespann zu bergen. Die Fahrbahn blieb zwölf Stunden gesperrt.

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Es war gegen 6.45 Uhr, als ein 50-jähriger Lkw-Fahrer aus Pattensen auf der L 461 Richtung Springe unterwegs war. Kurz hinter dem Forsthaus Mühlenbrink – vor der Abzweigung Richtung Alvesrode und Wisentgehege – geriet der Mann auf den Grünstreifen und verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug.

Der Transporter rutschte auf der Seite in den Außenzaun des Wisentgeheges. Dabei kippten mehr als 15 Tonnen Frostschutzkies aus der Mulde. Durch die Wucht des Aufpralls riss eine Achse von der Zugmaschine ab, aus der Fahrerkabine sprang die Frontscheibe heraus.

Der 50-jährige Fahrer zog sich leichte Verletzungen zu. Er konnte selbstständig aus dem Lkw klettern. Großes Glück im Unglück: Zum Zeitpunkt des Unfalls war niemand auf dem Radweg unterwegs.

Da der Tank des Lastwagens aufgerissen war, musste die Feuerwehr 200 Liter Diesel abpumpen. Auch das Hydrauliköl nahmen die Brandschützer ab. Anschließend halfen sie bei den Bergungsarbeiten. Im Einsatz waren 20 Feuerwehrmänner aus Springe und Eldagsen.

Zwei Kräne versuchten ab 9 Uhr, den Transporter wieder aufzurichten. Die Arbeiten zogen sich bis 12.30 Uhr hin. Anschließend musste die Zugmaschine abtransportiert werden – sie war nicht mehr fahrtüchtig. Besonders zeitaufwendig gestaltete sich das Aufnehmen der verlorenen Kiesladung. Dafür benötigten die Mitarbeiter den kompletten Nachmittag.

Die vier Jahre alte Zugmaschine hat nur noch Schrottwert. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehr als 85 000 Euro. Warum der Fahrer von der Straße abgekommen ist, ist unklar. „Es gibt keine Hinweise darauf, dass ein technischer Defekt am Lkw vorgelegen hat“, erklärte ein Polizeisprecher. Der Pattenser war nicht alkoholisiert, er hatte auch nicht die Lenkzeit überschritten.

Für die Rettungs-, Bergungs- und Räumarbeiten musste die L 461 voll gesperrt werden. „In der Kürze der Zeit konnten wir keine weiträumige Umleitung ausschildern“, erklärte ein Sprecher, weshalb es erst an der Abzweigung zum Wisentgehege und am Ortseingang Eldagsen Hinweise gab. Mehrere Rundfunkdurchsagen informierten die Verkehrsteilnehmer über den Unfall. Die Polizei konnte die Strecke erst um 19 Uhr wieder freigeben.



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