weather-image
29°
Die Eldagser Feuerwehr und ihr Dauerfrust mit dem neuen Löschfahrzeug

Und ständig nervt das Sorgenkind

Eldagsen (ric). Im Dezember 2008 wurde das LF 10 übergeben. Und seitdem sorgt das 146 000 Euro teure Löschfahrzeug für Gesprächsstoff – und für Ärger bei den Feuerwehrkameraden aus Eldagsen.

Sorgenkind in Rot-weiß: Das Löschfahrzeug, das vor 13 Monaten in

„Wir haben das Prinzip Hoffnung aufgegeben“, sagt Ortsbrandmeister Hartmut Ellermann. Schon kurz nach der Auslieferung standen 18 Mängel auf einer Liste. Die seien inzwischen behoben, dennoch gebe es immer wieder Probleme. Mal mit dem Funkgerät, das nicht funkte. Dann mit der Leitung, durch die zu wenig Wasser floss. Dann mit dem lärmenden Nebenantrieb der Pumpe, mit Kupplung und Gelenkwelle…

„Ich vermisse die Ehrlichkeit bei der Firma“, prangert Ellermann an. Das Budget seiner Wehr sei bald aufgebracht, wenn das Geld immer nur für Reparaturen draufgehe. Dabei hatte die Stadt den Brandschützern der Gehlenbachstadt doch etwas Gutes tun wollen: Das Löschfahrzeug wurde bei einem der namhaftesten Hersteller in Deutschland gekauft. Den Weg zum Sitz der Firma in Luckenwalde nahe Potsdam kennen die Kameraden inzwischen ganz gut, musste das Fahrzeug doch schon öfter in die Fachwerkstatt eingeliefert werden – was gleichzeitig eine Einschränkung der Einsatzfähigkeit bedeutete.

Stadtbrandmeister Manfred Hakemeyer sind die Probleme bekannt. Und auch die Aufregung der Kameraden aus Eldagsen. Dennoch hält er sie für übertrieben: „Im Grunde sind das Kleinigkeiten, das Fahrzeug ist einsatzbereit.“ Die Feuerwehr hätte „keinen Schrott auf dem Hof stehen“, sagte Hakemeyer im Gespräch mit der Neuen Deister-Zeitung. Bei der Jahresversammlung sagte er: „Wir sind mit der Firma im regen, aber nicht unbedingt freundlichen Kontakt.“

Die Ausgezeichneten und Beförderten der Feuerwehr Eldagsen.
  • Die Ausgezeichneten und Beförderten der Feuerwehr Eldagsen.

Die Feuerwehr Eldagsen: 649 Mitglieder, davon 56 Aktive, 30 Jugendliche, 31 Musiker – sie alle setzen sich ein. Nicht nur dann, wenn‘s brennt. Bei der Jahresversammlung hatte Stadtbrandmeister Manfred Hakemeyer jede Menge zu tun, um Jubilare und andere verdiente Mitglieder auszuzeichnen. Ehrungen: Seit 60 Jahren ist Reinhard Lehning in der Wehr, 50 Jahre sind Ernst-August Meisiek und Gerhard Adolph dabei, 40 Jahre Hans-Jürgen Friedrich. 25 Jahre: Sven und Dirk Hurlebusch, Karsten Kohlmeyer. Feuerwehrmann des Jahres ist Marco Seiferth. Beförderungen: Christoffer Arndt, Christian Wedig (Hauptfeuerwehrmann), Frank Kelphut (Oberfeuerwehrmann), Rico Rüger, Marco Seiferth, Sascha Kammerer (Feuerwehrmann). Musikzug: Geehrt wurden Ralf Stille (40 Jahre), Melanie Heitmüller und Julian Busse (zehn Jahre in der Kapelle).ric

Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare