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Trotz Wintereinbruch: Diese Züge fahren

SPRINGE. Ein Wintereinbruch mit einer gut fünf Zentimeter dicken Schneedecke bereitet vielen Eisenbahnunternehmen schon Probleme, Verspätungen sind dann an der Tagesordnung. Nicht so bei den Springer Modelleisenbahnfreunden, ihre Züge fahren bei jedem Wetter. So auch im Museum.

Da leuchten die Kinderaugen: Fasziniert schaut sich ein junger Ausstellungsbesucher die Anlage an. FOTO: KRAUSE

Autor:

Reinhold Krause

Während draußen viele mit Schieber und Besen dem über Nacht gefallenen Schnee zu Leibe rückten, drehten die Modellbahnfreunde an den Reglern ihrer elektronisch gesteuerten Bahnanlage. Güterzüge, Fern- und Regionalbahnen sind auf der etwa 150 Meter langen, in Modulen zusammengestellten Gleisanlage unterwegs und zeigen die Vielfalt des Modellbaus. Detailreich die Landschaftsgestaltung und manches liebevoll gestaltete Gebäude hat irgendwo in Deutschland sein Original oder auch nur anregendes Vorbild stehen.

Alltagsgeschehen, wie ein Unfall auf einer Brücke über dem Gleiskörper, zeugen von der Lebendigkeit der Anlage. Das wusste auch Matthias Lenz, stellvertretender Bürgermeister in seiner Eröffnungsansprache zu würdigen.

Die stellvertretende Museumschefin Heidrun Karkosch konnte zusammen mit Mitgliedern der Eisenbahnfreunde Springe, Frank Skerschil und Klaus-Peter Schild, den ehemaligen Regionsabgeordneten und Nahverkehrsfachmann Detlev Herzig begrüßen. Herzig ist assoziiertes Vorstandsmitglied im Bundesverband Deutscher Eisenbahnfreunde (BDEF), der Dachorganisation der Modelleisenbahner, in der auch die Springer Modelleisenbahner Mitglied sind. Jedes Jahr findet am 2. Dezember der Tag der Modelleisenbahnen statt. In der Deisterstadt hat man ihn aufgrund des Ausstellungsbeginns im Museum um einen Tag nach hinten verlegt. Doch die Zahl der Freunde und Interessenten dieser Modellbahnausstellung hielt sich bei der Eröffnung aufgrund des kalten Winterwetters in Grenzen. Doch die Züge im H0-Format taten das, was sie sollten: Sie rollten mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten über das digitalisierte Gleisbett. Schild verstand es, die kleinen Schalter und Geschwindigkeitsregler für einen ungehinderten Schienenbetrieb zu bedienen.

Kinderaugen leuchteten, wenn die kleinen beleuchteten Miniaturen an ihnen in Augenhöhe vorbeifuhren. Skerschil hatte mittlerweile seine große Lok „betankt“. Schnaufend und Dampf ausstoßend wie das Original, absolvierte sie auf extra angelegt großer Spur ihre Vorführfahrt. Bis zum 14. Januar kann die Ausstellung jeweils sonntags und auch am zweiten Weihnachtsfeiertag besucht werden. Mitglieder der Eisenbahnfreunde sind dann vor Ort, um die Anlage zu bedienen und auch Fragen der interessierten Besucher zu beantworten. Für Gruppen, Schulen und Kindergärten besteht auch außerhalb der regulären Besuchszeiten die Möglichkeit, nach Rücksprache mit dem Museumsteam und der Eisenbahnfreunde, die Ausstellung zu besichtigen.



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