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Trotz Wasser keine Abkühlung

Wülfinghausen. Die 250 Feuerwehrleute aus Springe und den dazugehörigen Ortschaften kamen jetzt nicht nur durch die hohen Temperaturen, sondern aufgrund eines Wettbewerbs ins Schwitzen. Sowohl der Nachwuchs als auch die aktiven Feuerwehrleute zeigten bei diesem ihre Leistungsfähigkeit und erzielten recht ermutigende Ergebnisse.

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Am Vormittag waren neun Jugendfeuerwehr-Mannschaften an der Reihe. Bei einer Aufgabe ging es darum, aus einem Unterflurhydranten Wasser für einen Löschvorgang herauszubekommen. „Dazu mussten wir den Deckel aufnehmen und einen Verteiler mit zwei Kupplungen an der Seite aufsetzen. Das nennt man Standrohr“, sagt der 15-jährige Torben Pflüger von der Freiwilligen Feuerwehr Alvesrode und fügt noch hinzu: „Ich glaube wir waren mit 7 Minuten und 14 Sekunden ganz gut.“ Wie sich bei der Siegerehrung herausstellte, hatte Torben richtig geschätzt. Nur die Mannschaft aus Springe war besser als die Alvesroder Kameraden. David Menjak (16) aus Springe ist sehr stolz auf seine jungen Mitstreiter, von denen der Jüngste etwa zehn Jahre alt ist.

Auch bei den aktiven Feuerwehrleuten geht es um eine Löschübung. Eine dieselgetriebene Pumpe ist auf der einen Seite mit einem Saugrohr zu verbinden, auf der anderen Seite mit einem B-Schlauch, der zu einem Verteiler führt, von dem aus drei C-Schläuche für den sogenannten Angriffstrupp das Löschwasser bereitstellt.

In der Übung sind es keine Flammen, die zu löschen wären, sondern ein Kunststoffbehälter, der durch den Wasserdruck von seinem Platz befördert werden muss. Mit hohem Druck kommt das Wasser aus den drei Spritzen und die Kunststoffbehälter fliegen durch die Gegend. Doch noch ist die Übung noch nicht beendet.

Was wäre, wenn im Ernstfall der B-Schlauch defekt wäre? Auch auf solche Situationen muss man sich einstellen. In wenigen Sekunden ist der B-Schlauch ausgewechselt und der Löschvorgang kann fortgesetzt werden.

Als letzte Maßnahme ist die Anlage wieder zu demontieren und die einzelnen Teile ordentlich an einem dafür gekennzeichneten Platz abzulegen. Beachtlich, mit welcher Disziplin und Geschwindigkeit die Arbeitsabläufe vonstatten gehen. Demokratische Strukturen sind da weder erwünscht noch hilfreich. Was der Truppführer sagt, wird getan.

Bewertet wird nicht nur die Zeit, sondern auch die Fehler, die während des Aufbaus einer solchen Löschleitung zu erkennen sind. Im Ernstfall hängt Menschenleben davon ab.hov

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