weather-image
19°
Ortsbürgermeister weicht von SPD-Fraktionslinie ab und plädiert für Umzug des Jugendzentrums

Trotte unterstützt Pläne der Verwaltung

Springe (mf). Als erster SPD-Politiker hat sich Ortsbürgermeister Jürgen Trotte jetzt öffentlich für einen Umzug des Jugendzentrums in die Räume der Hauptschule ausgesprochen. Die sozialdemokratische Stadtratsfraktion hatte entsprechende Pläne der Stadtverwaltung bislang kategorisch abgelehnt.


„Ich kann das nur unterstützen, die Einrichtung macht im Schulzentrum Süd durchaus Sinn – auch wenn der Weg dorthin etwas länger ist“, erklärte Trotte gegenüber der Neuen Deister-Zeitung. Ausschlaggebend sei für ihn zudem, dass sich auch das neu gegründete Jugendparlament einstimmig für den Umzug ausgesprochen hat (NDZ berichtete). „Ich bin mir sicher, dass die Jugendlichen sehr genau wissen, wovon sie reden“, sagte Trotte. Der Rat könne nicht erst die Bildung eines Jugendparlaments vorantreiben, um anschließend bei erster Gelegenheit die Meinung der Mitglieder zu übergehen, so der SPD-Politiker.

Als Ortsbürgermeister sehe er außerdem die Notwendigkeit, schnell die Zahl der Krippenplätze in Springe deutlich aufzustocken. „Viele Familien sind auf solche Betreuungsmöglichkeiten dringend angewiesen“, weiß Trotte. Er halte die Rote Schule als Krippenstandort für geeignet, machte der Politiker deutlich und stärkt damit der Verwaltung den Rücken, die dort kurzfristig 30 neue Kinder-Betreuungsplätze einrichten will. Dafür müsste dann allerdings das Jugendzentrum weichen – eben ins Schulzentrum Süd.

Anders als Trotte lehnt dessen Parteifreundin Katrin Kreipe eine solche Verlagerung ab. Die Fraktionschefin hatte sich in den vergangenen Wochen wiederholt öffentlich gegen den Umzug ausgesprochen. Das Schulzentrum Süd sei zu abgelegen, so eines ihrer Argumente. Auch gestern noch verwies sie auf Anfrage auf „einen geltenden Fraktionsbeschluss“. Grundsätzlich ändere daran auch das Votum des Jugendparlaments nichts. Kreipe kündigte aber an, dass ihre Fraktion erneut das Thema beraten wird. Am Mittwoch dieser Woche stellt zunächst die Verwaltung ihre Pläne noch einmal im Detail dem Jugendhilfeausschuss vor.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt