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Stadtwerke wollen 80 Jahre altes Backsteingebäude durch eine neue Station ersetzen

Trafoturm droht der Abriss

Alvesrode. Die Dorfmitte Alvesrode wird sich optisch entscheidend verändern – wenn nicht noch ein kleines Wunder geschieht: Dem 80 Jahre alten Trafoturm an der Straße droht der Abriss. Die Stadtwerke Springe als Betreiber von Netz und Turm wollen das Backsteingebäude durch eine moderne Transformatorenstation ersetzen.

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VON WOLFGANG KRATZIN UND CHRISTIAN ZETT

Der Plan sorgt nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch im Ortsrat Alvesrode für Sorgenfalten: Dort wird befürchtet, dass ein völliges Verschwinden des Turmes das baulich prägende Ensemble in der Mitte des Dorfes erheblich beeinträchtigen könnte. Bei einer Sitzung am Montagabend sprach sich das Gremium einstimmig dafür aus, in Gesprächen mit den Stadtwerken weiter eine Lösung zu suchen, mit der alle Seiten leben können. Ortsbürgermeister Dieter Gonschorek, der die Chance den Turm noch zu erhalten, auf fünf Prozent schätzt, will auch auf die Beteiligung der Bürger setzen: „Das ist für alle bitter, dann sollen auch alle mitreden können, wenn wir überlegen, was passiert.“

Eine behördliche Genehmigung brauchen die Stadtwerke laut Gonschorek für den Abriss des Turms nicht. Das Unternehmen zeige sich bislang aber äußerst kooperativ und gesprächsbereit, sagt der Ortsbürgermeister. So hätten die Stadtwerke angeboten, die neue Transformatorenstation aus Beton, die nur noch wenige Meter hoch wäre, komplett zu verklinkern. So würde er optisch besser in die Umgebung passen.

Der Alvesröder Trafoturm wäre nicht der erste, dem dieses Schicksal droht: „Die standen früher in jedem Dorf, viele sind inzwischen abgerissen“, weiß Gonschorek. In anderen Orten, wie im benachbarten Mittelrode, sind sie bewusst erhalten worden: Dort hat man den Trafoturm mit dem Wappen des Dorfs verziert.



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