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Techniker im Wettlauf mit der Zeit

Totalausfall: Blitzeinschlag legt Wasserwerk lahm

Springe. Das schwere Unwetter hat am Dienstagmorgen zu einem Totalausfall aller vier Brunnen des Wasserwerks geführt. Ein Blitzeinschlag im Stadtgebiet verursachte nach Angaben des Versorgers Purena um 7.30 Uhr eine Überspannung, welche die elektronische Steuerung im Wasserwerk Haller lahmlegte.

Das Wasserwerk Haller ist gerade erst modernisiert worden. Archiv/ric

Autor:

Markus Richter

„Die Brunnen ließen sich nicht wieder einschalten“, berichtet Purena-Sprecher Olaf Cassens. Ein Störfall, den es in dieser Größenordnung hier noch nie gegeben habe. Nur dem raschen Handeln zahlreicher Experten ist es wohl zu verdanken, dass im Stadtgebiet nicht sämtliche Trinkwasserhähne versiegten. Zwei Wassermeister, zwei Monteure und zwei Elektrospezialisten wurden umgehend alarmiert. Eine mobile Notstromanlage wurde zum Werk am Waldrand transportiert. Damit sollte die Möglichkeit geschaffen werden, eine Brunnenpumpe direkt anzuschließen. Die Fachleute begannen unterdessen, die Steuerung zu reparieren.

Dabei saß ihnen die Zeit im Nacken: Der Pegel in den Frischwasserbehältern Raher Berg und Deisterpforte sank kontinuierlich. Statt zu 70 bis 80 Prozent wie üblich waren die Tanks nur noch zu rund 40 Prozent gefüllt, sagt Cassens. Zugute kam den Technikern allerdings eine erst vor wenigen Jahren neu gebaute Transportleitung von Alvesrode nach Springe. Dadurch wurde Wasser der Werke in Alvesrode und Völksen nach Springe umgeleitet und ins Netz eingespeist. Um 10.15 Uhr gelang die Reparatur, die Anlage lief wieder.

„Gegen solche Naturereignisse wie Blitzschlag gibt es keinen hundertprozentigen Schutz“, sagt Cassens. Wichtig sei, in solch einem Fall die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, den Notfallplan griffbereit zu haben.

Purena hatte seine Anlagen an der Hallerquelle erst Mitte Mai für eine Viertelmillion Euro saniert, um die 20 Jahre alte Elektrotechnik auf den neuesten Stand zu bringen.



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