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Im vierten Jahr in Folge erhöht der GVH die Fahrkartenpreise

Teure Tickets

Springe. Bus- und Bahnnutzer müssen auch im kommenden Jahr tiefer in die Taschen greifen: Die Preise im Nahverkehr der GVH steigen zum 1. Januar 2016 erneut an – dieses Mal im Schnitt um 2,2 Prozent. Es ist das vierte Jahr in Folge mit höheren Ticketgebühren. Auch Zugfahrten nach Hannover werden teurer.

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VON CHRISTIAN ZETT

Als Gesellschafter des Großraumverkehrs Hannover (GVH) bekommt die Region die angestrebte Preisänderung zwar noch mal vorgelegt – aufhalten kann die Politik sie aber wohl nicht: So lange die GVH bei ihren Anhebungen bestimmte Grenzen nicht übersteigt, bedarf die Änderung keiner politischen Genehmigung. Ziele seien, betont der Verkehrsverbund, „mindestens gleichbleibende Einnahmen“ sowie eine „weitestgehende Kostendeckung“. Steigende Energiepreise und Löhne verursachten höhere Ausgaben, argumentiert das Unternehmen.

Man habe zwar die Fahrgastzahlen halten – aber kaum noch Erlössteigerungen erzielen können. Immer mehr Menschen nutzten das Fahrrad; dazu kämen die zwischenzeitlich sinkenden Benzinpreise.

Wie in den Vorjahren werden zwar nicht alle Fahrkarten teurer. Wer allerdings mit der S-Bahn von einem der Springer Bahnhöfe nach Hannover fährt, zahlt drauf: Einzeltickets kosten 10 Cent mehr (künftig 4,30 Euro); für Tageskarten werden 8,20 Euro statt 8 Euro fällig. Gruppenkarten verteuern sich in diesem Fall um 40 Cent auf 15,50 Euro.

Wer Tickets für die Kurzstrecke oder Einzel- und Tagesfahrten in einer Zone löst, zahlt den gleichen Preis wie bisher. Das gleiche gilt für Kindertickets.

Im Vergleich zu den Vorjahren fällt die neue Erhöhungsrunde mit ihren 2,2 Prozent übrigens moderat aus: 2013 und 2014 stiegen die Preise um knapp 3,1 Prozent; in diesem Jahr gar um 3,25 Prozent.

Mit Fahrgastverlusten rechnet der GVH nicht. Der Verbund erwartet Mehreinnahmen von rund 6,73 Millionen Euro. Insgesamt sollen 2016 aus Fahrkartenverkäufen Einnahmen von bis zu 250,5 Millionen Euro fließen.



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