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Ortsräte reagieren unterschiedlich auf Pläne

Telefonzellen sollen verschwinden

Springe/Bennigsen/Gestorf. Die Telekom will neun Telefonzellen im Stadtgebiet abbauen. Die Räte der betroffenen Ortschaften haben darauf ganz unterschiedlich reagiert, wie Bürgermeister Jörg-Roger Hische jetzt mitteilte. Am größten ist der Widerstand in der Kernstadt, wo sechs Sprechhäuschen verschwinden sollen.

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Demontieren will die Telekom hier die Zellen an der Ecke Friedrichstraße/Grasweg, Niederntor/Fünfhausenstraße, Völksener Straße/Harmsmühlenstraße, Ebersberg/Kurzer Ging, Heinrich-Göbelstraße/Kurzer Ging sowie an der Bushaltestelle Fünfhausenstraße. In den drei letztgenannten Fällen hat der Ortsrat sein Veto eingelegt. Die Stadt wird das wunschgemäß in einem Schreiben an die Telekom deutlich machen. Hoffnung, die drei Sprechstellen erhalten zu können, macht sich Hische wenig. „Es wird dann wohl darauf hinauslaufen, dass dort ersatzweise sogenannte Basistelefone installiert werden.“ Dabei handelt es sich um frei zugängliche Säulen mit öffentlichen Fernsprechern, die allerdings nur mit einer Telefon-Guthabenkarte bedient werden können. Lediglich die Notruffunktion ist kostenlos und ohne Karte möglich.

Auch in Bennigsen will die Telekom zwei Sprechstellen abbauen: an der Lüderser Straße und an der Ecke Hauptstraße/Messestraße. Der Bennigser Ortsrat hat Hische zufolge keine Einwände geltend gemacht. Auch hier sollen als Ersatz die sogenannten Basistelefone installiert werden.

Wieder eine ganz andere Marschroute verfolgt man in der Gestorfer Politik. Auf die ebenfalls auf der Streichliste stehende Telefonzelle im Bereich der Straße In der Welle könne ersatzlos verzichtet werden, heißt es im Ortsrat. Die Stadtverwaltung wird aber aufgefordert, die Telekom darum zu bitten, das eingesparte Geld für örtliche Wegebau-Maßnahmen bereitzustellen. Hische zeigte sich skeptisch, ob das Unternehmen sich auf diesen Vorschlag einlässt. Grundsätzlich hat die Telekom das Recht, Telefonzellen abzubauen, wenn der monatliche Umsatz weniger als 50 Euro beträgt. Seit dem Siegeszug der Handys werden viele Sprechstellen praktisch nicht mehr genutzt.mf



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