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Saisonhöhepunkt im Wisentgehege: Hubertusfest lockt Gäste aus nah und fern

Tausende folgen dem Lockruf der Wildnis

Alvesrode (vob/ric). Gemütlich ging es zu, auf der Einbahnstraße nach Alvesrode. Wer mit dem Auto anreiste, hatte genügend Zeit, sich schon mal den Wald in seinen prächtigen Herbsttönen anzuschauen. Und wer dann nach den vielen Minuten im zäh fließenden Verkehr einen Parkplatz von den tapferen THW-Helfern zugewiesen bekommen hatte, sich durch die Schlangen an den Eingängen gekämpft hatte, der wurde mit einem Fest der Extraklasse belohnt.

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Schon am Sonnabend war das Wisentgehege proppenvoll. Dessen Chef Thomas Hennig zählte 3900 von nah und fern angereiste Besucher am ersten Tag, gestern sogar 7500. Einer der Gründe für den frühen Andrang war sicherlich die Einweihung der Kleinraubtieranlage, die in den vergangenen vier Jahren nach und nach errichtet worden war. Mit einem Sektempfang eröffnete Hennig gemeinsam mit Sauparkleiter Joachim Menzel und Bürgermeister Jörg-Roger Hische das neue Domizil von Iltis, Frettchen, Europäischer Nerz, Waschbär und Marderhund, in dem bald auch der Mink ein Zuhause finden soll: „Der Bau hat unter anderem auch deshalb so lange gedauert, weil am Ende des Geldes immer noch so viel Jahr übrig war“, erklärte Hennig mit einem Augenzwinkern. Letztendlich sei der Bau der neuen Attraktion ein Glücksfall gewesen: „So konnten wir in jeder neuen Bauphase Schwächen und Fehler aus der vorangegangenen korrigieren“, sagte Hennig.

Neben einer kreislaufförmig angeordneten Wasserversorgung mit einer umweltfreundlichen Mikroorganismen-Kläranlage zählt der freie Blick auf die Tiere ohne Drahtzaun zu den Besonderheiten des Geheges im Gehege. Hennigs Tochter Melina präsentierte stolz ihre tierischen Lieblinge.

Zu sehen gab es allerhand – die Besuchermassen verteilten sich entspannt auf die knapp 100 Hektar der weitläufigen Anlagen. Ein Höhepunkt war sicherlich wieder die Hubertusmesse am Sonntagmittag. Über 80 Aussteller luden mit einem breiten Angebot von Kunsthandwerk und Gebrauchsgegenständen aller Art zum Schlendern und zur Schnäppchenjagd ein. Dabei waren auch der Lions-Club, der Kiwanisclub und zum ersten Mal die Rotarier.

Viele Akteure trugen zum Gelingen des Hubertusfests bei: Die Jägerschaft Springe etwa, die bislang immer dabei war und auch dieses Mal über den Jagdberuf und über Jagdhunde informierte, der Fachverband Diensthundewesen, der Nabu, der Deutsche Falkenorden…

Das Waldpädagogikzentrum klärte mithilfe von Tierexponaten und Lehrtafeln über das Verhalten der Wildtiere vor und in der Winterzeit auf. Kinder bastelten mit Naturmaterialien. Für die Kleinen gab es zudem noch das beliebte Ponyreiten auf dem Duellplatz, Schminkaktionen und Stockbrotbacken, außerdem eine Hüpfburg und eine Bungee-Tampolinanlage.

Eine besondere kulinarische Spezialität hatte die Pilzgruppe des Fördervereins zu bieten: Sie kredenzte neben dem Lehrpfad Waldpilze im Bierteig. Am Ende zog Thomas Hennig zufrieden Bilanz: „Super – auch im Außenbereich ist alles gut verlaufen.“



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