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Tarifanpassung im Großraum-Verkehr Hannover: Die Änderungen

SPRINGE/REGION. Mit der Tarifanpassung zum 1. Januar 2021 führt der Großraum-Verkehr Hannover (GVH) eine preisgünstige Zeitkarte für Rentner sowie für Menschen im Ruhestand ab einem Alter von 60 Jahren ein. Die Änderungen im Überblick.

Die neue Seniorennetzkarte kostet im Monat 30 Euro (Einzelverkauf), als vorauszahlbare Jahreskarte rund 300 Euro und ist im GVH-Tarifgebiet in den Zonen A bis C gültig. Änderungen sind auch bei der Jugendnetzkarte geplant: Für unverändert 15 Euro monatlich können ab dem Jahresanfang 2021 nun auch Auszubildende (Berufsschüler) Busse und Bahnen für den Weg zur Ausbildungsstätte und in der Freizeit nutzen. Bei vielen der bestehenden Fahrkartenarten ergeben sich keine Preisanpassungen, andere würden marktgerecht angehoben, teilt die Region mit.

„Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen verfolgen wir das Ziel, Neukundinnen und -kunden für den Öffentlichen Personennahverkehr sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den älteren Bürgerinnen und Bürgern in der Region Hannover zu gewinnen“, erläutert Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover, die neuen Fahrkartenangebote: „Mit dem Angebot der Seniorennetzkarte wird Menschen, die ihre Berufstätigkeit beendet haben, ein Anreiz gegeben, auf Fahrten mit dem eigenen Auto zu verzichten und dafür öfter Busse und Bahnen zu nutzen.“

Die Seniorennetzkarte im Einzelverkauf oder im Abonnement ersetzt die Monatskarte 63plus, die nur von wenigen Kunden, die überwiegend im Erwerbsleben stehen, gekauft wird. Sie können künftig die Monatskarten im Normaltarif oder Jobtickets nutzen.

Einen Beitrag zur Verkehrswende solle auch die Erweiterung des Berechtigtenkreises der schon 2018 eingeführten Jugendnetzkarte leisten. Neben Schülern sowie Teilnehmern an freiwilligen Diensten profitieren ab dem kommenden Jahr nun auch jugendliche Auszubildende von dem Tarifangebot. Für nur 15 Euro im Monat können sie ohne Einschränkungen Busse und Bahnen im gesamten GVH-Tarifgebiet nutzen.

Verkehrsdezernent Franz: „Wer schon in jungen Jahren Busse und Bahnen als Verkehrsmittel nutzt und ihre Vorteile zu schätzen gelernt hat, wird es später leichter haben – auch im Sinne des Klimaschutzes - die richtige Mobilitätsentscheidung zu treffen.“

Drittes neues Angebot im GVH ist die 6-Tageskarte zum Preis von 29 Euro (A, B, C), 37 Euro (AB oder BC) und 45 Euro (A bis C). „Damit wird ein attraktives Angebot besonders für Teilzeitkräfte und Berufstägige geschaffen, die nicht jeden Tag zu ihrem Arbeitsplatz pendeln müssen oder dem Trend folgend, von zu Hause aus arbeiten“ so Ulf-Birger Franz.

Zum 1. Januar 2021 werden auch die im Großraum-Verkehr Hannover schon geltenden Tarife an die Aufwandsentwicklung der Verkehrsunternehmen angepasst. „Den Verkehrsunternehmen im GVH ist es erneut gelungen, die Preiserhöhung moderat zu halten“, so der Verkehrsdezernent: Sie liegt für 2021 bei durchschnittlich etwa 0,7 Prozent.

Keine Preisänderungen gibt es bei bei der Kurzstreckenkarte, bei den Einzel-und Tageskarten im Kindertarif, bei der Tageskarte S für Kinder, bei den Monatskarten Ausbildung im Einzelverkauf und im Abo und Jahreskarte, bei der Jugendnetzkarte, beim Semesterticket GVH, bei der Monatskarte U21 und der Jahreskarte U21, bei den Zuschlägen zu den AnrufSammelTaxis in Springe und Wedemark, bei den Aufpreisen zur Nutzung der 1. Wagenklasse, bei den Preisen zur Erweiterung des Jobtickets auf die Zonen des Regionaltarifs (D, E oder bis F) und bei den Fahrkarten im Regionaltarif für Einzelkunden.

Die neuen Angebote werden am 23. Juni im Verkehrsausschuss und abschließend am 7. Juli 2020 im Regionsausschuss behandelt.




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