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Abholfrequenz bei Discounter verdoppelt / Hoffen auf „klare Regeln“

Tafel fürchtet Konkurrenz

Springe (zett). In Zeiten der Finanzkrise klagen viele Tafeln über zurückgehende Lebensmittelspenden – in Springe spricht Uwe Lampe, der Vorsitzende der Vereinigung, noch von einer „guten Versorgungslage“ – und macht sich trotzdem Sorgen.

Uwe Lampe

„Wir müssen aufpassen, dass uns andere Tafeln hier nicht den Markt abfischen“, sagt er – und spricht über einen aktuellen Fall. Bei einem Springer Discounter fielen täglich so viele Lebensmittel ab, dass eine andere Tafel aus der Region Hannover Interesse an einer eigenen Abholung in der Deisterstadt bekundet habe, so Lampe.

Der Vorsitzende lehnte das Angebot ab – und verdoppelte stattdessen die eigene Abholfrequenz bei dem Discounter. Vier Mal in der Woche fahren die Ehrenamtlichen den Supermarkt jetzt an. Das Problem bleibt für ihn aber bestehen: „Dieses Mal konnte ich das noch auffangen. Ob ich es das nächste Mal kann, weiß ich nicht.“ Hätte er die Abholhäufigkeit nicht gesteigert, „dann hätten wir jetzt das Nachsehen und die andere Tafel würde abräumen“, so Lampes Einschätzung. Er hoffe deswegen künftig auf „klare Regeln“ und auf eine bessere Abstimmung der helfenden Einrichtungen untereinander: „Jede Tafel sollte in ihrer eigenen Kommune sammeln. Das müssen wir durchsetzen.“

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