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Wie Eldagsens zentraler Versorger umgebaut werden soll / Neueröffnung noch vor Weihnachten

Tabula rasa im NP-Markt

Eldagsen (col). Seit den 1920er-Jahren werden unter dem Dach des Hauses an der Langen Straße 40 in Eldagsen Lebensmittel verkauft. Die Familie Bienert übernahm das Gebäude und den Handel 1939. Als Nahversorger ist der Discounter NP 1979 eingezogen. Nun möchte Hauseigentümer Hans Bienert in Kooperation mit dem Einzelhandelskonzern Edeka den Markt vergrößern.

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„Wir machen komplett Tabula rasa“, erklärt Bienert. Von der Beleuchtung bis zum Boden und alles dazwischen wird neu gemacht. Dass etwas passieren musste, war klar, sagt Bienert. Der Markt habe nur aufgrund seiner Lage überhaupt so lange existiert. Vor 30 Jahren seien „alle raus aus den Innenstädten“ mit großen Neubauten, nun gehe es zurück zur Nahversorgung: „Geschäfte, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen sind“, so Bienert. Die Idee, den Markt zu vergrößern, sei bereits vor knapp zwei Jahren entstanden. Der Startschuss könne nun fallen, weil der direkte Nachbar bereit war, sein Grundstück zu verkaufen.

Am vergangenen Montag hat Bienert den Kaufvertrag unterschrieben, der Bauantrag liegt bei der Verwaltung und die Pläne sind mit der Denkmalschutzbehörde Hannover besprochen. Das Projekt wird von der Stadtsanierung Eldagsen unterstützt. Zu dem Investitionsaufwand wollte sich Bienert noch nicht äußern, nur so viel: „Die Kosten werden erheblich sein.“

Das Nachbarhaus steht unter Denkmalschutz und bleibt stehen – aber die dahinterstehenden Scheunen werden abgerissen, um Platz für den Anbau zu machen. Die Westseite des Marktes wird geöffnet, der Eingang an diese Seite versetzt. Mit dem Auto ist der Parkplatz von der Klosterstraße befahrbar, zu Fuß können Kunden weiterhin von der Langen Straße aus den Markt erreichen. Die Erweiterung bringt insgesamt 35 Parkplätze.

Die Steigerung der Verkaufsfläche von 350 auf 720 Quadratmeter bringt auch eine Verdoppelung der Artikelzahl auf 6500 mit sich. „Vor allem im Frischebereich, also bei Obst und Gemüse sowie den Molkerei-Produkten, werden wir uns steigern“, erklärt Marktleiter René Lieben. Er gehe davon aus, dass seine 19 Mitarbeiter dann noch Verstärkung brauchen werden.

Auch über die Nutzung des Hauses an der Langen Straße 38 hat sich Bienert bereits Gedanken gemacht: „Wir könnten uns unten einen Backshop mit Steh-Café vorstellen.“ Das sei eine gute Ergänzung zu dem Markt und würde außerdem zur Belebung der Straße beitragen. Für die erste Etage hingegen müsse noch ein Nutzungskonzept erarbeitet werden.

Das ausgeschriebene Ziel ist klar: Noch vor dem Weihnachtsgeschäft soll der neue Markt fertig sein. Die Arbeiten sollen etwa vier Monate dauern. In dieser Zeit soll der Discounter geöffnet bleiben. „Wir hoffen, nur wenige Tage schließen zu müssen, um den bestehenden Markt zu renovieren“, erklärt Bienert.

Der Eigentümer stellte seine Pläne auch bei der jüngsten Sitzung des Ortsrates vor und erntete viel Lob von den Kommunalpolitikern. „Es wäre fatal, wenn wir nur noch den Lebensmittelhändler am Pfingstanger hätten“, ist Ortsbürgermeister Ralf Burmeister überzeugt. Er wisse, dass NP bereits Rückzugsgedanken aufgrund der geringen Verkaufsfläche hatte. Vor allem für die älteren Mitbürger sei ein zentral gelegener Markt jedoch äußerst wichtig.



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