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Stromtrasse Südlink: Betreiber Tennet lässt in Springe bohren

Seit 2021 steht fest, dass die Hochspannungsroute „Südlink“ auch durch Springe führen wird. Nun kündigt Betreiber Tennet erste Voruntersuchungen auf der geplanten Trasse an.

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Konkret führt das unterirdisch verlegte Kabel von Bennigsen im Norden, vorbei an Mittelrode und Gut Bockerode, unter der Straße zwischen Eldagsen und Gestorf hindurch und schließlich östlich von Eldagsen weiter und südlich vorbei an Alferde.

Die nun geplanten Voruntersuchungen seien Teil des laufenden Planfeststellungsverfahrens. Sie sollen genauere Kenntnisse über den Baugrund, Bodenkennwerte und wasserführende Schichten liefern. „Die gewonnenen Daten und deren fachliche Bewertung fließen in den Abwägungsprozess zur Findung des konkreten Leitungsverlaufs ein“, teilt Tennet mit: Schließlich muss der vorgesehene einen Kilometer breite Korridor noch genauer definiert werden: Erst dann steht fest, wo ganz konkret die Leitungen verlaufen. Heißt auch: Nicht überall dort, wo jetzt gebohrt und untersucht wird, kommt auch der Südlink hin.

Raupenfahrzeuge mit Bohrturm

Bei den Untersuchungen werden mit einem Bohrgerät Bodenproben aus bis zu 15 Metern Tiefe entnommen. Möglich sind auch sogenannte Kleinrammbohrungen in bis zu fünf Metern Tiefe. Dabei werden Lkw oder Raupenfahrzeuge mit einklappbarem Bohrturm und separatem Bohrgestänge sowie sogenannte Mini-Ramm-Zieh-Bohrgeräte oder auch Handbohrgeräte eingesetzt. Die Bohrungen sollen laut Tennet an möglichst gut zugänglichen Stellen mit geringstmöglicher Störung der Flächennutzung erfolgen.

Um den Boden vor Schäden durch die großen Maschinen zu schützen, werden zusätzlich Metallplatten ausgelegt. Nach Abschluss der Bohrarbeiten werden die Bohrlöcher verfüllt. Parallel finden weitere Untersuchungen statt – zum Beispiel, um auf mögliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zu stoßen. Im Zweifel ist eine Kampfmitteluntersuchung notwendig. Die grundsätzliche Prüfung auf Blindgänger dauere nur wenige Stunden; für die Ausführung der Bohrungen seien pro Bohrung ein bis zwei Tage Dauer zu erwarten, so Tennet.

Start am 1. Juli

Wer sich als Spaziergänger fragt, woran er die Untersuchungen erkennt: Die Tennet-Mitarbeiter seien sowohl per Auto, als auch per Rad oder zu Fuß unterwegs. An manchen Stellen sollen Markierungen gesetzt werden; dabei entstehen laut Unternehmen jedoch keine Schäden.

In Springe beginnen die Untersuchungen demnach am 1. Juli und dauern bis Jahresende. „Der zeitliche Ablauf der Vorarbeiten hängt von den örtlichen Gegebenheiten und wetterbedingten Bodenverhältnissen ab“, teilt Tennet mit.

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