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Am Heuskamp in Bennigsen: Anwohner ärgern sich über schrumpfenden Parkraum

Stress im Wohngebiet

Bennigsen. Manchmal fühlt sich Günter Wallus wie in der Großstadt. Dann sucht er lange nach einem Parkplatz vor der Haustür. Doch Wallus wohnt nicht in Hannover oder Hamburg, sondern in Bennigsen. Dort, im Baugebiet am Heuskamp, hat sich die von Anfang an unglückliche Situation weiter verschärft.

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Autor:

Markus Richter

Wegen vermeintlicher Schäden hatte die Stadt vergangenes Jahr Bäume entfernt. Und am Fahrbahnrand neue gepflanzt. Dadurch änderte sich der Zuschnitt der Stellflächen. „Es gibt eigentlich Mindestmaße, doch die werden hier nicht eingehalten“, wundert sich Wallus. Er spricht von chaotischen Verhältnissen, von Fehlplanungen – und er steht nicht alleine mit seiner Meinung da. Auch Anita Adigun war „sprachlos, zu sehen, was dann passierte“: Anfang dieser Woche rückte der Bauhof mit großen Steinen an, die den Anwohnern das Leben noch schwerer machen. Die Quader sollen offenbar die jungen Bäume schützen, so genau weiß das am Heuskamp niemand. „Es ärgert mich, dass die Verwaltung nicht den Dialog mit den Betroffenen sucht“, sagt Wallus und wundert sich: Eigentlich sollte die Stadt doch über jede Familie froh sein, die zuzieht und Steuern zahlt – die Bennigser fühlen sich dort stattdessen immer unwohler.

Bürgermeister Jörg-Roger Hische machte sich vor Ort ein Bild, konnte aber auch keine befriedigende Lösung anbieten. Dabei liegt die für Wallus und seine Nachbarn auf der Hand: Unmittelbar in der Nähe ist unbebautes Grünland, doch die Umnutzung zum Parkplatz sei offenbar weder finanzierbar noch gewünscht. Vor einiger Zeit hatte es genügend Stellflächen gegeben – bis ein Geschäftsmann kam und dort zum Missfallen vieler Anwohner Garagen baute, um sie kostenpflichtig zu vermieten. Die Straße Am Heuskamp ist vergleichsweise dicht besiedelt: Mehrfamilienhäuser, Reihenhäuser – und jede Menge Autos. An einigen Ecken könnten die Fahrzeuge theoretisch stehen, doch dort ist Parken verboten. „Und ich habe mitbekommen, dass die Stadt Knöllchen verteilt“, sagt Wallus. „Es ist eine Zumutung hier.“



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