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SPD wirft Verwaltung Alleingang vor / 30 Krippenplätze in der Roten Schule?

Streit um Pläne fürs Jugendzentrum

Springe (mf). Die Pläne der Verwaltung, in den Räumen der Roten Schule 30 Krippenplätze einzurichten und dafür das Jugendzentrum in die Hauptschule umzuquartieren (NDZ berichtete), stoßen auf scharfe Kritik der SPD. Der angedachte Standort im Schulzentrum Süd sei räumlich ungeeignet, meinen die Sozialdemokraten.


Fraktionschefin Katrin Kreipe hat Bürgermeister Jörg-Roger Hische (CDU) in der jüngsten Ratssitzung aufgefordert, Rechenschaft abzulegen. Gleichzeitig wirft sie der Verwaltung vor, weder Politik noch Jugendparlament in die Überlegungen eingeweiht zu haben.

Die SPD macht dabei keinen Hehl daraus, dass sie die Verlegung des Jugendzentrums in die Hauptschule für eine schlechte Lösung hält. „Warum wurde kein zentralerer Ort gesucht, der für alle Kinder gut zu erreichen ist?“, fragt Kreipe. Die Nutzer des Jugendzentrums seien teilweise erst zehn Jahre alt. Ihnen würde zugemutet, die viel befahrene und insbesondere in den Wintermonaten schlecht ausgeleuchtete Auf- und Abfahrt zur B 217 zu überqueren.

Die Sozialdemokraten bezweifeln auch, dass die Hauptschule genug Platz für die Aufnahme des Jugendzentrums bietet. Am jetzigen Standort stünden den Nutzern immerhin etwa 300 Quadratmeter zur Verfügung.

Die Pläne der Verwaltung waren ansatzweise in einer Jugendhilfeausschusssitzung Ende Februar bekannt geworden. Dort hatte Jugendamtsleiterin Dagmar Wiese-Cordes die Mitglieder über den Stand des Krippenausbaus informiert und mitgeteilt, dass 30 Plätze im Erdgeschoss der Roten Schule eingerichtet werden sollen. Die Jugendpflege werde in die Räume der Hauptschule umziehen, wo Synergien mit der Schulsozialarbeit angestrebt würden.

Bürgermeister Jörg-Roger Hische sprach im Rat von bloßen Vorüberlegungen – und die seien „Geschäft der laufenden Verwaltung“. Gerüchteweise soll der Umzug aber schon Ende April erfolgen. „Uns ist die ganze Sache auch neu“, bestätigte CDU-Fraktionschef Wilfried Baxmann.

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