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Stilbruch löst Begeisterung in der St.-Andreas-Kirche aus

SPRINGE. Wenn man die Instrumentalisierung der Band Stilbruch erfährt, denkt man an Bach und Brahms, aber kaum an harte Rockmusik. Nur wer bereits einige Stücke dieses Trios gehört hat, wusste was ihn in der St.-Andreas-Kirche erwartete.

Die Besucher feiern die Band Stilbruch. FOTO: KRAUSE

Autor:

Reinhold krause

Mit Cello, Geige und Drums fetzten die drei Musiker in Springe und brachten das alte ehrwürdige Gemäuer fast zum Beben.

Und die fast 150 Konzertbesucher waren schier aus dem Häuschen. Szenenapplaus war noch das Geringste, was Sebastian Maul am Cello, Philippe Amadé Polyak mit seiner Geige und Gunnar Nilsson an den Drums entgegenschlug. Und die gaben Vollgas an ihren Instrumenten.

Jedem Hausmusiker, jeder Tanzkapelle hätte der Schweiß auf der Stirn gestanden, zu sehen wie die Saitenvirtuosen sich im Altarraum bewegten und aus ihren Instrumenten das Letzte herausholten. Kaum jemandem war bekannt, dass der Mann an der Geige erst seit fünf Wochen mitspielt, so homogen agierten die Drei in ihrem Zusammenspiel. Zusammen mit der Diakonie in Niedersachsen sind sie im Rahmen der „Woche der Diakonie“ auf Tournee. Im Gepäck haben sie Songs aus ihrem Album „Nimm mich mit“. Aber auch frühere Titel sowie der extra für die Diakonie-Tour komponierte Titel „Die Liebe siegt“ standen auf ihrer Playlist.

Vor Konzertbeginn diskutierte Pastor Klaus Fröhlich mit André Lang, Diakonie-Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Spendenmarketing über das Thema „Glaube, Hoffnung, Nächstenliebe“. „Die evangelische Diakonie hat sich bundesweit ein neues Erscheinungsbild gegeben, um damit die Einheitlichkeit öffentlich wirksam zu präsentieren“, sagte Lang.

Um auf die Arbeit der Diakonie aufmerksam zu machen, hat der soziale Dienst die Aktionswoche auf den Weg gebracht und die Band Stilbruch als ihr Zugpferd vorgespannt. Alle drei Bandmitglieder sind studierte Musiker und haben als Straßenmusiker angefangen. Cellist Maul, er hat Lehramt studiert, erzählte, es sei etwas Besonderes, in einer Kirche zu spielen. Zum einen habe das Gemäuer etwas Erhabenes, aber es mache auch Spaß, die gewohnte Stille zu durchbrechen.

Es ist noch nicht lange her, da sind sie in der Dresdener Kreuzkirche vor 2500 Besucher aufgetreten. Konzerte wie beim Kirchentag oder der Auftritt bei der Abschlussveranstaltung in Wittenberg gehören zu ihren bisherigen Höhepunkten. Ihr Auftritt in Springe wird ihnen sicher noch lange in Erinnerung bleiben, denn das Publikum hat ihren fulminanten Auftritt mit Begeisterung gefeiert. Nach über 120 Minuten gab es dann stehende Ovationen.



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