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Steiner-Tankstellen-Betreiberin fürchtet Verkehrs-Chaos

SPRINGE. Dass ihre Tankstelle an der Bernauer Straße durch die Fernwärme-Bauarbeiten schon seit Wochen schwerer zu erreichen ist – für Katja Steiner ist das gar nicht das größte Problem.

Katja Steiner vor ihrer Tankstelle an der Bernauer Straße. Ohnehin mitten in der Fernwärmebaustelle gelegen, soll nun auch wochenlang eine der beiden Einfahrten des Betriebs gesperrt werden. Steiner fürchtet ein Verkehrschaos. Foto: mischer
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

„Das hat sich stabilisiert“, sagt sie. Doch die aktuellen Pläne der Stadtwerke bringen sie auf die Palme – so sehr, dass sie jetzt einen Anwalt eingeschaltet hat.

Das Problem: In den kommenden Wochen soll eine der beiden Ein- und Ausfahrten des Tankstellengeländes dauerhaft gesperrt werden. Für Steiner bedeutet das: ein Riesen-Verkehrsproblem. Vier Fahrspuren an den Zapfsäulen, dazu die Gasstation, Waschanlage, Luftdruckpumpe – und viele Stammkunden, die ihre gewohnten Wege fahren. Werde dieser Verkehr über nur einen Ein- und Ausweg abgewickelt, fürchtet Steiner ein Chaos – sich gegenseitig blockierende Autos, riskante Wendemanöver. Und am Ende: unzufriedene Kunden. Was die Unternehmerin besonders stört: die aus ihrer Sicht mangelnde Kommunikation der Stadtwerke.

Trotz zahlreicher Zusicherungen habe sie von den geplanten Sperrungen im Detail durch Zufall und sehr kurzfristig von der Baufirma vor Ort gehört. Schon vor zwei Wochen habe es eine Ankündigung gegeben, die die Stadtwerke auf Anfrage dann relativiert hätten: Man wolle nur bei Bedarf für kurze Zeit sperren. „Am Montag hieß es dann doch wieder, die volle Sperrung komme.“

Gestern Vormittag waren Stadtwerke-Vertreter noch mal bei Steiner – doch die war auch nach dem Gespräch nicht überzeugt. Stadtwerke-Chef Marcus Diekmann zeigt Verständnis für Steiners Unmut – ist aber auch „überrascht, wie emotional“ die Kritik nun erfolge. Man werde versuchen, beide Zuwegungen zur Tankstelle zeitweise offen zu halten – solange die Sicherheitsmaßnahmen an der Baustelle dies zuließen. Dass die Baufirma Steiner über die Pläne informiert habe, gehöre grundsätzlich zu deren Aufgaben, so Diekmann, der aber auch auf die nun erfolgten Gespräche mit den Stadtwerken verweist. „Wir wollen ihre Wünsche möglichst weit erfüllen – aber wenn wir auf die Sperrung ganz verzichten, können wir nicht bauen“, erklärt Diekmann.



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