weather-image

Standesamt eröffnet neues Trauzimmer

SPRINGE. Einen besseren Ort, um Ehe-Glück zu schmieden, gibt es kaum: Zwei Liebende werden sich im Schmiedeatelier von Andreas Rimkus das Ja-Wort geben. Es ist nicht nur für sie ein denkwürdiger Tag: Das Standesamt setzt große Hoffnungen in das Trauzimmer.

270_0900_4721_DSC_507659.jpg

Autor:

von marita Scheffler

SPRINGE. Einen besseren Ort, um Ehe-Glück zu schmieden, gibt es kaum: Zwei Liebende werden sich morgen im Schmiedeatelier von Andreas Rimkus das Ja-Wort geben. Es ist nicht nur für das Paar ein denkwürdiger Tag: Das Springer Standesamt setzt große Hoffnungen in das neue Trauzimmer. Denn das ist sowohl bundes- als auch weltweit einmalig.

Das schottische Dorf Gretna Green wird in zahlreichen Büchern und Filmen erwähnt und ist bis heute ein Touristenmagnet. Berühmt wurde es durch seine Schmiede. Mehr als 200 Jahre flüchteten sich in das rußgeschwärzte Häuschen minderjährige Engländer, um ohne die Zustimmung ihrer Eltern heiraten zu können. Bis heute tauschen in dem schottischen Dorf jedes Jahr 5000 Paare ihre Ringe.

Die alte Schmiede in Gretna Green ist mittlerweile ein Museum. An diesem Punkt setzen Christine und Andreas Rimkus an, denn auf ihrem Grundstück wird nach wie vor geschmiedet. „Ein magischer Ort. Die Schmiede wird geheimnisvoll und feierlich in Kerzenlicht getaucht, in der Esse glüht und das Feuer knistert“, heißt es im Werbeflyer. Zum Angebot gehört auch, „ein Herz aus Eisen unter der Anleitung des Zeremoniemeisters Andreas Rimkus“ zu fertigen.

Alternativ steht der Hochzeitsgesellschaft auch der Ausstellungsraum oberhalb des Ateliers zu Verfügung. Platz ist dort für bis zu 20 Personen – „und damit mehr hinein, als in einen Leuchtturm passen“, sagt Rimkus. Ausstellungsraum und Atelier sind von der Stadt offiziell als Trauzimmer gewidmet worden und damit anerkannt. Sie laufen unter dem Titel „Paradiesschmiede“.

Die Leiterin des Standesamtes, Martina Haugwitz, freut sich, dass auch das erste Schmiede-Paar aus Springe kommt. Die beiden seien von der neuen Möglichkeit hellauf begeistert gewesen. Auf längere Sicht hin werde das Angebot aber vermutlich vor allem auf Verliebte aus dem weiteren Umkreis eine Anziehungskraft ausüben: „Was man hier machen kann, ist einmalig. Wir setzen deshalb auf ein internationales Publikum“, sagt Haugwitz.

Überhaupt: Mit dem neuen Trau-Zimmer sei Springe „außergewöhnlich gut“ aufgestellt. Verliebte können zwischen dem Alten Rathaus, dem Museum, dem Jagdschloss sowie dem Gutshof in Gestorf wählen. „Für eine Stadt in unserer Größenordnung ist das gigantisch“, betont Haugwitz.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt