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Stadtsanierung: Wie Privat-Eigentümer Eldagsen verschönern

ELDAGSEN. Täglich können sich die Eldagser den Fortschritt der Stadtsanierung ansehen – ob beim Schlendern über den Marktplatz, bei der Fahrt vorbei an den gemauerten Stadttor-Säulen oder auch beim Einkaufen: Denn mit dem Stadtumbau werden nicht nur öffentliche, sondern auch einige private Bauvorhaben unterstützt.

Fachbereichsleiter Jörg Klostermann sieht sich mit Verwaltungsmitarbeiterin Wiebke Kewel (r.) die neue Fleischerei mit Sabine Hüper an.
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Derzeit liegen der Stadt sieben Anträge auf Förderung vor, berichtet Verwaltungsmitarbeiterin Wiebke Kewel. Trotz Fördergeldern brauchen die Bauherren aber trotzdem eigenes Kapital – das hatte in den vergangenen Monaten immer wieder für Irritationen gesorgt. „Für eine Förderung braucht es zudem eine höhere Qualität am Bau, zum Beispiel werden nur Holzfenster gefördert, die länger halten.“

Auch wenn die Vorgaben recht streng sind, hätten sich viele auf die Förderung beworben. „Wir sind mit der Resonanz auf jeden Fall zufrieden; wir haben zurzeit gut zu tun.“ Seit 2009 hat die Stadt mit 21 Haus-Eigentümern Verträge geschlossen, drei bekamen ausschließlich eine steuerliche Erleichterung. Die anderen 18 erhielten eine direkte Förderung – maximal 367 870 Euro.

Die Fördergelder kommen jeweils zu einem Drittel vom Bund, vom Land und von der Kommune. Ziel des Stadtumbaus sei es, den hohen Leerstand im Ort zu bekämpfen und gleichzeitig den schlechten Bauzustand einiger Gebäude im Sanierungsgebiet zu beheben und so die Attraktivität der Innenstadt und der Langen Straße zu stärken, erinnert Kewel: „Und der Leerstand ist erheblich zurückgegangen.“

Vor Ort machten sich Kewel und Fachbereichsleiter Jörg Klostermann jetzt selbst ein Bild von den Fortschritten. Ein Beispiel: die Apotheke. Inhaberin Veronika Sieverding kaufte ein Grundstück an der Langen Straße, um dort neuzu bauen. Das dortige Gebäude stand seit mehreren Jahren leer. Weil eine Modernisierung zu teuer gewesen wäre, entschieden sich die Beteiligten für einen Abbruch.

Direkt am Ortseingang hatte bereits vor zwei Jahren Familie Hüper eine neue Fleischerei eröffnet. Eine umfangreiche und teure Sanierung habe sich nicht mehr gelohnt – auch hier wurde neu gebaut. „Die städtebaulichen Richtlinien einzuhalten war nicht so dramatisch, sondern machbar“, sagt Sabine Hüper.

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