weather-image
21°
Einstimmiger Beschluss für Projekt in Eldagsen / Missmut über wenig Mittel für private Maßnahmen

Stadtsanierung: Startschuss vor dem Startschuss

Von Markus Richter

Förderfähig?: Hausfassaden an der Langen Straße. Fotos: ric

Eldagsen. „Das hätte ich mir anders gewünscht“, sagt Bernd-Georg Höfer. Gerade hat der Sozialdemokrat zusammen mit den anderen Mitgliedern im Ausschuss für Bauen, Planung und Stadtentwicklung den Ausführungen des Baudezernenten Hermann Aden zur Stadtsanierung Eldagsen gelauscht. Für Höfer unverständlich: Es gibt weniger Zuschüsse für private Maßnahmen als erwartet.

„Das Konzept, mit dem den Bürgern die Stadtsanierung schmackhaft gemacht wurde, wird es so nicht geben“, stellte er ernüchtert fest. Am Ende nickte jedoch auch Höfer – wie alle anderen – den Satzungsbeschluss ab. Es ist der formelle Startschuss vor dem eigentlichen Beginn der Stadtverschönerung, die bis zu 15 Jahre andauern kann.

Weniger Zuschuss als beantragt

Baudezernent Aden machte jedoch deutlich, dass die Stadt auch privaten Immobilienbesitzern eine möglichst optimale Unterstützung anbieten wird. „Der offizielle Förderbescheid liegt noch nicht vor, aber fest steht, dass wir in das Programm ‚Stadtumbau West‘“ aufgenommen worden sind. Mit 400 000 Euro, die von Bund und Land als Zuschuss bereitgestellt werden, liegt die Stadt etwas unter dem, was an Mitteln beantragt wurde. Allerdings: Für jeden Euro müssen 50 Cent aus dem kommunalem Haushalt gegenfinanziert werden, in diesem Fall 200 000 Euro. Weitere 50 000 Euro sollen jährlich aufgespart werden – sie waren ohnehin im Haushalt verankert, weil von einer Fördersumme von einer halben Million Euro jährlich ausgegangen wurde.

2 Bilder
Sanierung in zwei Schritten: der Kirchhof mit Marktplatz.

Aden erklärt: „Nach dem Programm sind ohnehin nur ‚städtebaulich besonders wertvolle‘ Objekte förderfähig“ – eine Sanierung aller Hausfassaden an der Langen Straße etwa sei daher sowieso utopisch. Der Erste Stadtrat sieht jetzt sogar bessere Chancen für Privatpersonen: Die Stadt Springe kann selbst mitentscheiden, welche Ideen unterstützt werden sollen und aus ihrem Haushalt Geld zuschießen.

Das Gebiet für die Stadtsanierung ist im Baudezernat und im Internet (www.

springe.de, Menüpunkt Bauen und Wohnen) einsehbar. Während das Programm läuft, hat die Verwaltung in diesem Bereich die Möglichkeit, besonderen Einfluss auf Grundstücksangelegenheiten zu nehmen. Heißt im Klartext: Dafür, dass sich Eigentumsverhältnisse ändern können, braucht es das Okay der Stadt.

Auch für das Folgejahr sollen 400 000 Euro an Fördergeldern beantragt werden. In einer interfraktionellen Sitzung hat der Ortsrat Eldagsen den Beschluss gefasst, als erste öffentliche Maßnahme den Weg „Namenloser Knick“ zu erneuern. Die geschätzten Kosten liegen bei 239 000 Euro. Für 2009 wurde zudem der erste Bauabschnitt für den Bereich Kirchhof/Marktplatz (257 500 Euro) beantragt, für 2010 soll Abschnitt zwei folgen (210 000 Euro).



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt