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Nach Einbruch der Ausleihzahlen wieder leichter Anstieg / Zweigstelle auf Jugend konzentriert

Stadtbibliothek stoppt den Abwärtstrend

Springe (zett). Die Stadtbibliothek Springe hat den Abwärtstrend gestoppt. Zwar verringerte sich die Zahl der Nutzer im vergangenen Jahr leicht – aber die Zahl der Ausleihen stieg um rund 1600 auf 93 306. Zuvor war sie von ihrem jahrelangen Wert von etwa 100 000 eingebrochen.

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Der „bemerkbare Rückgang sei vor allem etatbedingt, sagte Bibliotheksleiter Wolfgang Jung der NDZ. Die aktuellen Zahlen seien für eine Stadt der Größenordnung Springes trotzdem „sehr gut. Ich leite da keine Lesemüdigkeit ab“, so Jung. Wenn aber von manchen Büchern keine aktuellen Versionen im Bestand seien, „dann kann sie auch keiner ausleihen“.

Nutzer kommen aus allen Schichten

Wer liest und leiht in Springe? Laut Jung geht das Bibliothekspublikum „quer durch alle sozialen Schichten, alle Altersgruppen, alle Berufe. Wer denkt, da gehen nur die Armen hin – das ist Quatsch.“ Auch Leser mit Migrationshintergrund sieht Jung unter seinen Kunden. In Großstädten sei es aber leichter, dieses Publikum anzusprechen: „Hier gibt es keine Organisationen, mit denen wir kooperieren können.“

Auf einen Lese-Trend will Jung sich eigentlich nicht festlegen: „Wir wollen natürlich immer aktuell vorhalten, was die gesamte Bevölkerung interessiert.“ Die eine oder andere Vorliebe der Springer Leser lässt er sich dann doch entlocken: „Im Jugendbereich geht Mystery gut – als Folge von Harry Potter.“ Außerdem seien künstlerisch gestaltete, attraktive Einbände immer beliebter. Generell gelte: „Was im Buchhandel gut geht, schlägt sich auch hier nieder.“ Bücher spielen nach wie vor die Hauptrolle in den Räumen Hinter der Burg. „Aus Etatgründen“ seien die neuen Medien wie CDs oder DVDs weit in der Unterzahl im Bibliothekssortiment, so Jung. Trotzdem solle dort stark ausgebaut werden – insbesondere im Bereich Hörbücher.

Die vier Zweigstellen in Altenhagen I, Bennigsen, Eldagsen und Völksen spielen vor allem in Sachen Kinder- und Jugendliteratur eine Rolle – so hält die Altenhagener Bibliotheksabteilung insgesamt 1446 Jugendbücher vor, aber nur neun „erwachsene“ Werke.

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