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Stadt versteigert öfter Fundsachen

Einmal öfter im Jahr will die Stadt ihre Fundsachen versteigern. Vor allem Fahrräder kommen unter den Hammer.

Mischer

Autor

Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Eigentlich arbeitet Udo Helms beim Ordnungsamt der Stadt. Wenn er am Mittwoch, 24. April, auf die Treppe vorm Rathaus steigt, wird er aber zum Auktionator. Als solcher braucht er natürlich einen Hammer. Den hat die Verwaltung nicht eigens für die Fundsachenversteigerung angeschafft – sondern Helms holt ihn jedes Mal aus dem Werkzeugkoffer der Stadt. Sonst wird er auch mal dazu benutzt, um einen Nagel in die Wand zu hauen.

Wenn die Stadt-Mitarbeiter am Mittwoch kommender Woche die Türen des alten Fahrradkellers öffnen, ist das Werkzeug vorübergehend von seinen Werkzeug-Aufgaben entbunden: Rund 30 Fahrräder kommen dann unter den Hammer. „Darunter Trekkingräder, Damenräder, Mountainbikes und sogar Rennräder“, sagt Helms. Die Qualität der Zweiräder sei durchaus beachtlich, der Preis gering. Es handelt sich bei den meisten um Fundräder, deren Besitzer sich sechs Monate lang nicht gemeldet haben, größtenteils sind die Velos verloren gegangen oder wurden geklaut, sagt Helms. Weil sich die Besitzer in der vorgeschriebenen Zeit nicht bei der Stadt gemeldet haben, ist ihr Besitzanspruch erloschen, die Verwaltung versteigert sie, damit wieder Platz im Fahrradkeller entsteht, hochwertige Räder gehen mit einem Startgebot von zehn bis zwölf Euro ins Rennen. Gewiss ist: Neue Fundräder folgen auf jeden Fall.

Deshalb hat die Stadt die Zahl der Versteigerungen von einer auf zwei pro Jahr angehoben. Und neue Fahrräder für die nächste Auktion stehen schon da; in sechs Monaten folgt die nächste Versteigerung, wenn sich die Besitzer bis dahin nicht melden. Vorher schon wird das Bike dort, wo es gefunden wird, etwa am Radparkplatz am Bahnhof, mit einem Aufkleber versehen. Darauf steht, dass das Rad entfernt werden soll. Wird es nach einer Frist nicht abgeholt, übernimmt das die Stadt – und das Velo geht in den Stadtkeller.

Unter den Hammer kommen auch Kleinigkeiten wie Rucksäcke, Handytaschen und Koffer. Der Erlös der Versteigerung geht in die Stadtkasse. Im Fundbüro im Rathaus landen nicht nur Bikes, sondern auch Brillen, Handys oder Schlüssel. Brillen gibt die Stadt in der Regel bei einer karitativen Einrichtung ab, Schlüssel und Handys können aus Sicherheits- und Datenschutzgründen nicht versteigert werden. Beginn der Auktion ist um 14.30 Uhr.




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