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Stadt überprüft eigene Facebook-Aktivitäten

Springe (zett). Die Diskussion um den Datenschutz beim Internet-Riesen Facebook hat auch die Stadtverwaltung erreicht. Gerade erst hatte sich die Region Hannover wegen rechtlicher Bedenken aus dem sozialen Netzwerk verabschiedet. Die Stadt Springe betreibt zwar keine eigene Facebook-Seite, ist aber mit Jugendparlament und Stadtbibliothek dort vertreten.


Springe (zett). Die Diskussion um den Datenschutz beim Internet-Riesen Facebook hat auch die Stadtverwaltung erreicht. Gerade erst hatte sich die Region Hannover wegen rechtlicher Bedenken aus dem sozialen Netzwerk verabschiedet. Die Stadt Springe betreibt zwar keine eigene Facebook-Seite, ist aber mit Jugendparlament und Stadtbibliothek dort vertreten.

Im Mittelpunkt der Debatte steht dabei der sogenannte „Gefällt mir“-Knopf. Wer den virtuell anklickt, der bekommt etwa Neuigkeiten des jeweiligen Anbieters übermittelt – in diesem Fall Bibliothek oder Jupa. Doch dabei werden auch Nutzerdaten an Facebook übermittelt. Und das allein stelle sechs verschiedene Verstöße dar, warnt der niedersächsische Datenschutzbeauftragte Joachim Wahlbrink. Dazu zähle etwa eine „unzulässige Datenübermittlung in Staaten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes“, aber auch die Unterlassung der Informationspflicht nach dem Telemediengesetz.

Wahlbrink argumentiert, Anbieter wie die Stadt Springe nähmen per Facebook die Dienstleistung US-amerikanischer Unternehmen in Anspruch – doch dort gebe es keinen kontrollierten Datenschutz auf europäischem Niveau. „Es muss Webseitenbetreibern klar sein, dass nicht alles was technisch möglich ist, auch rechtlich zulässig ist“, so Wahlbrink.

Die Region Hannover nahm sich diese Kritik zu Herzen – und zog ihrem

Facebook-Angebot den Stecker. Bei der Stadt will man sich nach einem Hinweis der Neuen Deister-Zeitung jetzt ebenfalls mit dem Thema beschäftigten, erklärte der zuständige Dezernent Gerd-Dieter Walter gestern.



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