weather-image
22°

Stadt treibt Rathaus-Umbau voran

SPRINGE. Es sei nicht seine oberste Priorität – das hatte Bürgermeister Christian Springfeld vor seiner Wahl im Januar gesagt. Trotzdem treibt die Stadt den Aus- oder Neubau des Rathauses auf dem Burghof voran. Denn auch Springfeld ist gebunden an einen entsprechenden Beschluss des Rates.

270_0900_10596_rathaus.jpg

Autor:

VON CHRISTIAN ZETT

Diese Woche soll der nichtöffentliche Verwaltungsausschuss einen Architektenwettbewerb absegnen, an dessen Ende die beste Lösung für das akute Raumproblem der Stadt stehen soll. Finanziert würde das aufwändige Verfahren aus dem Topf, den der Rat bei seinem Beschluss im Dezember 2015 ebenfalls zur Verfügung gestellt hatte: 300 000 Euro „zur Konzepterstellung in Sachen Raumbedarf und zur Behebung der akuten Raumnot“, heißt es wörtlich in dem Beschluss.

Mit dem hatte die Politik auch den ersten Vorschlag der Stadt gekippt: Die wollte mit dem Geld ursprünglich ein zentrales Bürgerbüro im Alten Rathaus einrichten. Doch der Rat winkte ab – und setzte stattdessen auf den großen Wurf.

Springfeld hatte den Aus- oder Umbau des Rathauses im Wahlkampf zwar nicht grundsätzlich abgelehnt, verwies aber auf andere Projekte, die ihm wichtiger seien: So dürften die städtischen Mitarbeiter nicht vom dringend notwendigen Umbau des Schulzentrums Nord für die Gesamtschule abgehalten werden.

Zu dieser Aussage passt der jetzt im Rathaus bevorzugte Wettbewerb: Denn damit würde ein externes Büro die Planungen für den neuen Verwaltungssitz übernehmen – die eigenen Leute im ohnehin personell dezimierten Planungsamt blieben für andere Arbeiten frei.

Bereits abgeschlossen hat die Stadt unterdessen ihre eigene Bedarfsplanung: Sollten tatsächlich alle Abteilungen am Burghof zusammengezogen werden, bräuchte man dort zusätzlich 43 neue Büro- und Diensträume. Außerdem benötige man weitere Flächen – unter anderem, weil einige der alten Büros nicht modernen Anforderungen entsprächen. Bislang sind zahlreiche Fachdienste in die Weiße Schule, ins Alte Rathaus und ins Baudezernat Salzhaube ausgelagert.

Möglich sei außerdem der Bau eines Sitzungssaals für den Rat. Bislang treffen sich dessen Mitglieder meist in der Aula des Schulzentrums Süd. Sitzungen in verschiedenen Ortsteilen sind inzwischen selten geworden – entweder, weil Säle in Gastronomiebetrieben nicht mehr zur Verfügung stehen oder sich als zu klein erwiesen haben.

Wie viel das ganze kostet, solle ein „hinreichend qualifiziertes Architekturbüro“ ermittel, schlägt die Stadt vor. So würde auch die Öffentlichkeit zu einem frühen Zeitpunkt beteiligt. Diskutieren soll der Verwaltungsausschuss am Donnerstag in nichtöffentlicher Sitzung. Im September bekommt dann der Rat das Thema öffentlich auf den Tisch.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt