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Stadt Springe will Parkplatz hinter dem Neubau

SPRINGE. Die Stadt will direkt mit Rewe-Vertretern über die Gestaltung des geplanten Einkaufszentrums-Neubaus in der Innenstadt sprechen. Das ist das Ergebnis eines Treffens zwischen Verwaltung und Investoren am Donnerstag im Rathaus. Klar ist: Ein Parkplatz direkt an der Straße ist bei der Stadt wenig beliebt.

Wie genau das Großprojekt in der Innenstadt aussehen könnte, sollen nun weitere Gespräche zeigen. Foto: Mischer/Archiv
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Springes neuer Bau-Chef Jörg Klostermann sagte am Donnerstagnachmittag nach dem Gespräch, er wolle sichergehen, dass sich Ankermieter Rewe der Situation vor Ort bewusst sei: „Wir sind hier nicht auf der grünen Wiese.“ Klostermann hatte schon im Vorfeld deutlich gemacht, dass er den großen Parkplatz direkt an der Fünfhausenstraße ablehnt: „Das funktioniert in der Innenstadt nicht.“ Er bevorzugt eine ebenfalls von den Investoren vorgelegte Variante, die den Parkplatz auf einer Art Innenhof sieht: An der Fünfhausenstraße bliebe dann der Rossmann in einem Neubau, dahinter stehe versetzt der Supermarkt, zum Nordwall hin eine Art Ladenzeile. „Die Parkplätze befänden sich dann zwischen den Gebäuden“, sagt Klostermann. Unter dem Strich würden dabei allerdings einige der geplanten Stellflächen wegfallen.

Für Klostermann hat diese Variante weitere Vorteile: Sie öffne das Gelände besser zur Innenstadt. „Und das ist ja auch eins unserer Ziele.“ Rewe-Vertreter hatten nach Angaben der Investoren diese Version allerdings abgelehnt – eine Haltung, die Klostermann noch nicht als endgültig ansieht und nun im direkten Gespräch klären will.

Er betont, die Stadt sei nicht gegen das Großprojekt: „Ich sehe das positiv. Wir wollen das da gerne haben – aber nicht um jeden Preis.“ Man wollte die Situation in der Innenstadt „nicht verschlimmern“. Doch aus seiner Sicht könne man mit der Ansiedlung des Rewe-Markts ohnehin nicht eine Konkurrenz zum E-Center und zur Osttangente aufbauen: „Dafür haben wir hier weder den Platz noch die nötige Erreichbarkeit.“

Die Ansiedlung der zahlreichen Geschäfte an der Osttangente könne man aus der Perspektive der Innenstadt „nicht mehr reparieren“. Dass die Kunden künftig statt zum E-Center zum neuen Rewe-Markt fahren würden, glaubt er nicht: „Die Leute kaufen bei Rewe ein, wenn sie ohnehin in der Stadt sind.“

Die im Vergleich schlechtere Erreichbarkeit des historischen Zentrums ist für Klostermann in jedem Fall ein weiterer Knackpunkt: Das jetzige Einbahnstraßensystem – nicht nur an der Fünfhausenstraße – sei diskussionswürdig: Unabhängig von dem geplanten Umbau müsse die Verkehrsführung in der Innenstadt auf den Prüfstand: „Das war vielleicht damals so sinnvoll, aber ist es das auch heute noch?“



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