weather-image
11°

Stadt Springe verdient bald an Rasern

Fakt ist, wenn in Springe Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden, ist die Region Hannover dafür verantwortlich. Nicht die Polizei und auch nicht Stadt. Fakt ist auch, das Springe an den Einnahmen der Kontrollen durch die Region nicht beteiligt wird. Bislang zumindest.

Die Region Hannover kontrolliert an der Adolf-Reichwein-Straße die Geschwindigkeit der Autofahrer. Zukünftig will die Stadt Springe an den Einnahmen der Bußgeldbescheide beteiligt werden. Foto: Zett
hermes

Autor

Sandra Hermes Redakteurin zur Autorenseite

„Wir arbeiten an einer kooperativen Zusammenarbeit mit der Region“, erklärt Werner Mosch vom Ordnungsamt der Stadt. Sie befänden sich aktuell in Verhandlungsgesprächen, allerdings müssten noch viele grundsätzliche Fragen geklärt werden.

„Bisher hat es keinen Vertrag zwischen der Stadt und der Region gegeben, in dem geschrieben steht, dass uns eine Beteiligung an den Blitzereinnahmen zusteht“, sagt Mosch und ergänzt: „Das wollen wir jetzt ändern.“ Er stellt sich die Zusammenarbeit mit der Behörde wie folgt vor: „Unsere Tiefbauer sind immer wieder im Einsatz und messen an verschiedensten Stellen in Springe die Geschwindigkeit der Autofahrer.“

Bei den Messgeräten handelt es sich laut Mosch aber nicht um Blitzer, „sie erfassen lediglich die Geschwindigkeit und die Länge des Fahrzeugs, nicht aber das Kennzeichen“, merkt er an. Anhand dieser Daten könnten sie der Region Standorte mitteilen, an denen Autofahrer die vorgegebene Geschwindigkeit besonders oft missachteten. Das habe Vorteile für beide Seiten und diene zudem noch der Verkehrssicherheit. „Bislang steht die Region unserem Vorhaben sehr offen gegenüber, die Gespräche laufen.“ Mosch geht davon aus, dass es innerhalb der kommenden zwei Monate zur Vertragsunterzeichnung kommen wird.

Das Thema Blitzer wird nicht erst seit heute in Springe diskutiert. Vor zwei Jahren hatte die SPD-Ratsfraktion neun stationäre Blitzer für das Stadtgebiet gefordert. Zudem wollte die Partei, dass ein mobiles Radargerät angeschafft wird. Jedoch konnte das Vorhaben letztlich nicht realisiert werden. Der Grund: Für die Bearbeitung der Fälle hätte die Stadt einen zusätzlichen Mitarbeiter einstellen müssen, zudem war die technische Ausrüstung zu teuer. „Aufwand und Nutzen standen hier sowohl finanziell als auch aus verkehrserzieherischer Sicht in keinem vernünftigen Verhältnis“, erklärt Gerd-Dieter Walter von der Verwaltung die damalige Entscheidung, keine Blitzer anzuschaffen.

Die Stadt will allerdings noch in diesem Jahr mindestens eine weitere Geschwindigkeitsmesstafeln anschaffen. „Mit den Messtafeln haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Walter. „Zum einen wirken sie verkehrsberuhigend und zum anderen können wir sie woanders aufstellen, wenn wir merken, dass sie keine erzieherische Wirkung mehr haben, weil ein Gewöhnungseffekt eingetreten ist,“ so Walter.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt