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Stadt prüft, wie es mit den Windrädern bei Lüdersen weitergeht

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VON CHRISTIAN ZETT

LÜDERSEN. „Es wird“, sagt Klaus Nagel, „so kommen“. Nachdem die Regionsversammlung in dieser Woche mit großer Mehrheit das Regionale Raumordnungsprogramm abgesegnet hat, geht der Ratsherr und designierte FDP-Regionsabgeordnete davon aus, dass sich bald „in 800 Meter Abstand die 237 Meter hohen Räder vor der Haustür der Lüderser drehen werden. Nagel hakte im Rat trotzdem nach: „Welchen Einfluss hat die Stadt, den Abstand noch zu erhöhen?“ Das soll im Rathaus nun geprüft werden.

Dabei ist Bürgermeister Christian Springfeld zunächst mal pessimistisch: Eine direkte Einflussmöglichkeit sehe er nicht – die Stadt müsse den Inhalt des Raumordnungsprogramms nun in ihre Flächenplanungen einfließen lassen.

Größere Abstände wegen Lärmschutz?

Nagels Mitstreiter im Rat sehen die Chancen eher anderswo: Eberhard Brezski (SPD) verweist auf das Bau-Emissionsrecht. Sollte es etwa gelingen, nachzuweisen, dass etwa die Einrichtungen für Menschen mit Behinderung im Ort offiziell als besonders schützenswert gelten, könne sich der vorgeschriebene Abstand auf 1000 Meter erhöhen.

„Wir sind schon daran interessiert, die Abstände so groß wie möglich zu halten“, sagte denn auch Springfeld. Er hatte im Vorfeld zusammen mit den Bürgermeistern der Nachbarkommunen gegen die Pläne protestiert. Auch in der entscheidenden Sitzung der Regionsversammlung waren noch einmal Bürger aus Lüdersen anwesend, um ihren Protest auszudrücken. Sie hatten in den Wochen zuvor tausende Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt.



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