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Verwaltung: Verbindung zu teuer und momentan unnötig / Umgestaltung des Oberntors angedacht

Stadt lässt Pläne für Nordumgehung fallen

Springe (zett). Kreisverkehrs-Streit, Sanierungsstau – und doch: Baufachbereichsleiter Hermann Aden stellt dem städtischen Straßennetz ein gutes Zeugnis aus. Bedarf für Neu- oder Umbauten sieht er nicht. Fast nicht: Denn die Verkehrsführung rund um Oberntor und Ellernstraße ist Aden ein Dorn im Auge – dort könne man langfristig an eine Umgestaltung denken, sagt er.

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Mehr als drei Jahre ist sie jetzt her, die Freigabe der sogenannten Nordtangente: Seitdem sind Kurzer Ging und Jägerallee über den Hamannsbruch verbunden, die Straße „Am Kalkwerk“ sei dadurch inzwischen „deutlich vom Verkehr entlastet“, sagt Aden. Als die neue Straße seinerzeit eingeweiht wurde, hatte er angekündigt, frühestens 2013 werde man einen Weiterbau der Nord- bis zur Osttangente angehen. Doch das gilt offenbar nicht mehr.

Denn: Das Gewerbegebiet Rathenaustraße, das der Weiterbau nördlich erschließen könnte, sei nicht so schnell entwickelt worden, wie erwartet. Auch auslastungstechnisch bestehe die Notwendigkeit nicht: „Die Industriestraße kann viel Verkehr vertragen“ – dort seien keine privaten Anlieger vom Lärm betroffen.

Dass es auch in der Innenstadt stark belastete Wohnstraßen gibt, daraus macht Aden keinen Hehl: Echtern- und Mühlenstraße müssen viel Verkehr aufnehmen: „Aber wir haben hier nicht wirklich eine bauliche Alternative.“ Und: Das liebe Geld hindert die Stadt daran, viele Pläne zu realisieren. „Den ersten Teil der Tangente konnten wir vom Erlös aus dem Baugebiet Fahrenbrink/Hamannsbruch finanzieren“, sagt Aden. Eine Fortführung koste „einen Batzen Geld – und den haben wir nicht.“ Mit den vorhandenen Mitteln habe die Sanierung bestehender Fahrbahnen Vorrang – wie aktuell an der Bürgermeister-Peters-Straße, bald an der Fünfhausen- oder schließlich an der Bahnhofstraße.

Einen Wunsch äußert Aden aber dann doch: Besagter Kreuzungsbereich um Oberntor und Ellernstraße müsse umgestaltet werden, findet er: Auch für Radfahrer und Fußgänger sei die Ecke mit ihren vielen Einmündungen nicht ideal angelegt. Dass hier auch ein Kreisverkehr die Lösung sein könnte, will Aden nicht ausschließen – auch wenn er weiß, dass die Idee nicht jedem gefällt.



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