weather-image

Stadt informiert über Bennigser Bauprojekt „Schusterhöfe“

BENNIGSEN. Das Projekt ist nicht unumstritten – umso bemühter ist die Verwaltung um Transparenz bei der Planung für die Schusterhöfe: Am Donnerstag hatte die Stadt zu einer „frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit“ eingeladen.

Der Gasthof Schwägermann soll abgerissen werden. Entstehen sollen Mehrfamilienhäuser mit 38 Eigentumswohnungen. FOTO: ACKERMANN

Autor

Heinz Bähre Reporter

Mehr als 20 Bennigser waren gekommen, um sich über den Abriss des Gasthofes Schwägermann und das anschließend geplante Bauprojekt zu informieren. Ein Eklat blieb aus. Stattdessen zeigten die Bürger mit vielen Fragen Interesse an der baulichen Zukunft im Ortskern.

Stefan Wollschläger von der Stadt und Christine Feller von der Planungsgruppe Lärchenberg erläuterten das beginnende Verfahren. Feller übernahm die Vorstellung der Details. Die Gebäude entlang der Hauptstraße hätten natürlich Bestandsschutz, aber bei größeren Baumaßnahmen würden in Zukunft die Festsetzungen im neuen Bebauungsplan gelten. Statt der jetzt noch möglichen gewerblichen Nutzung, mit möglichem Neubau eines Betriebes mit einem bis zu vierstöckigen Verwaltungsgebäude, soll die Bebauung in Zukunft auf drei- beziehungsweise zweigeschossige Wohnbebauung begrenzt werden.

Feller hatte sich das Gebiet ausführlich angeschaut. Bei einer Zwischenfrage einer Zuhörerin genügte ein Blick auf das Bild. Mit den Worten „Sie haben also dieses Grundstück mit dem großen Kirschbaum, an den ich aber vom Zaun nicht herankam“ lockerte sie die Stimmung auf. Verbreiterung des Fußweges nach Abriss des Gasthauses, Lärmschutz, Grenzabstände zu vorhandenen Gebäuden und insbesondere Geschosshöhen sollen geregelt werden.

Von mehreren Anwesenden wurde die Abwasserproblematik angesprochen. „Das sei zwar nicht Gegenstand des Bebauungsplanes, aber das habe der Fachdienst Entwässerung geprüft“, erläuterte Feller die Situation. Bisher würden die gesamten versiegelten Flächen mit rund 3000 Quadratmetern direkt in den Kanal entwässern, zukünftig müsste mit Zisternen oder anderen Maßnahmen ein verzögerter Ablauf des Regenwassers erreicht werden.

Mehrere Zuhörer befürchteten, dass Erschließungskosten auf sie zukommen könnten. Diese werden aber kaum anfallen, weil der Investor seinen Bereich und auch die Fußwegverbreiterung übernimmt. Allerdings könnten in 20 oder mehr Jahren auch für diesen verbreiterten Fußweg Straßenausbaubeiträge anfallen. Der ausgearbeitete Entwurf wird ab Donnerstag, 6. September, für einen Monat öffentlich, auch im Internet abrufbar, sein.

Wollschläger und Feller empfahlen, aufkommende Anregungen und Fragen an die Stadt heranzutragen.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt