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Gewässer soll oberhalb der Firma Pfau, am Hohbrink, entstehen / Gesamtkosten: 430 000 Euro

Stadt baut 2012 das Regenrückhaltebecken

Altenhagen I (mari). Nach jahrelangen Diskussionen erhält Altenhagen I ein zweites Regenrückhaltebecken. Es soll im Sommer 2012 auf dem Acker oberhalb der Firma Pfau entstehen und 2500 Kubikmeter Wasser fassen. Damit wird es in etwa so groß sein wie das neue Auffangbecken in Bennigsen.

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Baudezernent Hermann Aden rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von 430 000 Euro. Dabei werden nicht nur für das Gewässer Tonnen von Erde bewegt: Es soll außerdem einen neuen Graben zum Sedemünder Mühlbach auf der anderen Seite der Bundesstraße geben. Der Kanal werde entlang des Schulgrundstücks Richtung B 217 führen und dann durch ein bereits vorhandenes Leerrohr unter der Fahrbahn hindurch fließen. Den neuen Graben bezeichnet Aden als Bypass.

Der neue Hochwasserschutz am Hohbrink wird vorrangig die Firma Pfau entlasten, die „schon mehrfach abgesoffen“ ist, wie Aden bereits vor drei Jahren erklärte, als er für die Pläne warb. Wegen der Klimaveränderungen und der zunehmenden Versiegelung des Bodens seien weitere und heftige Überschwemmungen programmiert. Die CDU-Stadtratsfraktion schmetterte das Vorhaben damals jedoch mit Blick auf die Kosten ab. Das Becken sei überdimensioniert.

Eineinhalb Jahre später wandte sich die Firma Pfau an die Öffentlichkeit: Das Unternehmen habe alle in seiner Macht stehenden Schutzmaßnahmen gegen das Hochwasser getroffen, das Problem jedoch nicht lösen können. Die Stadtverwaltung warnte mittlerweile davor, dass nach einem Starkregen auch die B 217 überfluten könnte.

In den folgenden Monaten diskutierte der Ortsrat verschiedene Varianten. Eine Alternative zum Bau des Rückhaltebeckens war, die vorhandenen Regenrohre durch Leitungen mit einem größeren Durchmesser zu ersetzen. Das Wasser könnte dann schneller abfließen. Allerdings scheiterte diese Idee an den deutlich höheren Kosten.

Einen Teil der Gesamtkosten, 50 000 Euro, hat die Stadt bereits in diesem Jahr bezahlt. Obwohl bereits die wasserrechtliche Erlaubnis vorliegt und das Aufstellungsverfahren für den Bebauungsplan läuft, werden bis zum Baubeginn noch etliche Monate vergehen: Der Baustart wird voraussichtlich erst in den Sommerferien sein.



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