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Springes Ortsbürgermeister möchte kein Müll-Mann sein

SPRINGE. Kernstadt-Ortsbürgermeister Uwe Lampe möchte die Organisation des Müllsammeltags abgeben. Er habe zu viele Projekte auf der Liste. Außerdem wolle er verhindern, „dass man später über mich sagt: ,Der Lampe? Der war doch nur für Müll und Toiletten zuständig‘“, erklärte er lachend in der jüngsten Ortsratssitzung.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite
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Die Müllsammelaktion, die üblicherweise im März stattfindet, hatte Lampe jahrelang organisiert. Zuletzt musste die Aktion corona-bedingt entfallen. Ob es dieses Jahr noch einen Nachholtermin gibt, steht noch nicht fest. Und wer statt Lampe die Abfalltüten verteilt, auch nicht: Während der jetzigen Ortsratssitzung fand sich spontan kein Freiwilliger.

Das Toiletten-Thema besetzt der unabhängige Ratsherr seit gut einem Jahr. Er war im Januar 2021 zu einem Rundgang mit Bauamtsleiter Jörg Klostermann aufgebrochen, um ihn auf ein „dringendes Problem“ aufmerksam zu machen. Es gibt im Zentrum keine öffentliche Toilette, die jeden Tag und rund um die Uhr geöffnet ist.

Toiletten-Kontrollgang zeigt keine Besserung

Das WC im Alten Rathaus ist an die Öffnungszeiten der Verwaltungsstelle gekoppelt. Die öffentliche Toilette an der Fünfhausenstraße (Parkpalette) kann nur dann benutzt werden, wenn der Betreiber des China-Imbiss’ vor Ort ist. Beim Sanitärblock neben dem Bahnhofskiosk ist es ähnlich. Alle Einrichtungen seien zudem eher unzureichend ausgeschildert.

„Das Ganze ist noch immer eine unerquickliche Situation“, fasste Lampe seinen Kontrollgang vor wenigen Wochen zusammen. Es sei kaum möglich gewesen, den Schlüssel für das WC am Bahnhof zu erhalten, das also noch immer nicht automatisch geöffnet ist. „Die einzige Verbesserung ist ein neues, kleines WC-Schild.“ Auf das Thema würden ihn immer wieder Bürger ansprechen: „Das sehen viele kritisch.“

Zwischenzeitlich hatte Lampe dafür gekämpft, den Neubau einer „Toilette deluxe“ in Marktplatznähe in die Wege zu leiten. Bis zu 300 000 Euro hätte er gerne über das Förderprogramm „Perspektive Innenstadt“ für das Projekt reserviert – auch aus Sorge, ein Großteil des EU-Zuschusses werde sonst verfallen. Die Stadt lehnte jedoch mit Blick auf die knappen Kapazitäten bei den Planern im Bauamt ab.

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