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Heimvolkshochschule gibt mehr als eine halbe Million Euro aus, um moderner und größer zu werden

Springes offene Hochschule stockt auf

Springe (mari). Die Heimvolkshochschule (HVHS) Springe investiert kräftig: Mehr als 550 000 Euro steckt das Bildungs- und Tagungszentrum an der Kurt-Schumacher-Straße in die Modernisierung und Erweiterung seiner Gebäude. Dadurch werde sich die Energiebilanz deutlich verbessern, aber auch die Attraktivität soll steigen: Leiter Gerd Schumacher hofft, künftig noch mehr als 20 000 Übernachtungen im Jahr verbuchen zu können.

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Den Grundstein für die heutige Heimvolkshochschule legte 1926 die damalige Arbeiterjugend. Die Einrichtung wuchs im Lauf der Jahrzehnte – um Gebäude und Angebote. Die neueste Errungenschaft ist das Projekt „Offene Hochschule“. Es berechtigte Schumacher, beim Land Niedersachsen Fördergelder zu beantragen. Mit der Finanzspritze sollen die Räume besser ausgestattet, die Energieverluste in den älteren Gebäuden minimiert und weitere Gästezimmer gebaut werden. Exakt 269 000 Euro erhält Schumacher aus Hannover, mindestens den gleichen Betrag muss die Schule aus Eigenmitteln dazugeben.

Schumacher hätte die ersten Handwerker gerne schon im vergangenen Herbst im Haus begrüßt. Wegen des Konjunkturpakets seien die Betriebe damals jedoch ausgebucht gewesen. „Und es war uns wichtig, die Aufträge an Springer zu vergeben. Wir haben mit den Heimischen in all den Jahren nur gute Erfahrungen gemacht.“

Mittlerweile steht hinter den meisten Einträgen auf der Projektliste ein Haken. Das Dach des Altbaus ist gedämmt und erneuert, die Fenster der Seminarräume sind ausgetauscht, die Hörsäle technisch wieder auf dem aktuellen Stand. Ein Teil des für das Gelände benötigten Warmwassers wird mithilfe einer Solaranlage aufgeheizt. Zu einem der Gästehäuser führt eine Rollstuhlfahrer-Rampe.

Gerade hat die letzte große Maßnahme begonnen: Im 1980 errichteten Kurt-Schumacher-Haus werden 16 Badezimmer saniert. Das Gebäude verliert sein Flachdach und erhält stattdessen eine zweite Etage mit neun Räumen. Die HVHS verfügt dann über 130 Betten in 98 Zimmern.

Der neue Trakt soll spätestens im Januar bezogen werden, „denn bis zum Jahresende müssen wir fertig sein und in Hannover alle Rechnungen eingereicht haben“, erklärt Schumacher.

Unter den 22 Heimvolkshochschulen in Niedersachsen nimmt Springe eine Sonderrolle ein: Nirgendwo sonst lernen so viele ehrenamtlich Tätige. Die Mehrheit engagiert sich in Betriebsräten und Selbsthilfegruppen.



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