weather-image
13°

Springes neue Seniorenbeauftragte plant Netzwerk

SPRINGE. Die Interessen der Senioren in Springe zu vertreten, ist ihre Aufgabe: Seit dem ersten November 2017 ist Ingrid Böttger als Seniorenbeauftragte für die Stadt und die Ortsteile aktiv. Sie ist die Nachfolgerin von Helge Vera Ebermann-Habben.

270_0900_77366_P1050945.jpg
juliett

Autor

Juliet Ackermann Volontärin zur Autorenseite

Jeden zweiten Freitag im Monat berät die Springerin zwischen elf und 14 Uhr im Alten Rathaus zu Angeboten der Stadt. Während der ersten drei Sprechstunden war das Interesse verhalten. „Es baut sich langsam auf und geht erst richtig los. Ich bin erst am Anfang“, gibt sie zu. Die Rede ist von einem Netzwerk, das sie aufbauen möchte und das den Anliegen der Springer zu Gute kommen soll. Ihre Position ist für fünf Jahre angesetzt, demnach bleibt ihr Zeit sich einzubringen. Doch ihr „kribbelt es in den Fingern“, sie sei nicht die geduldigste Person, gibt sie zu.

Böttger sammelte bereits viele Erfahrungen im Bereich Seniorenarbeit, denn sie war sie 45 Jahre im sozialen Bereich tätig – davon über 25 Jahre im Pflegedienst. Deshalb kennt sich gut mit den Problematiken von Personen ab 60 Jahren aus. Mittlerweile selbst im Rentenalter möchte sie sich weiter für andere engagieren. Wegen der bislang überschaubaren Nachfrage muss sie sich mit ihren Ambitionen ein wenig bremsen.

„Wegen Weihnachtsvorbereitungen und Jahresfeiern gab es bislang noch nicht so viele Nachfragen, doch das wird noch. Die Leute müssen erst einmal von meiner Arbeit erfahren“, sagt sie. Bislang kamen Anwohner mit Fragen zum Thema Pflegegeld oder Barrierefreiheit auf sie zu.

Die Ehrenamtliche versteht sich als ein Sprachrohr, als Vermittlerin zwischen der Kommune, deren älteren Bewohnern und den Seniorenverbänden. Sich und ihre Arbeit stellte sie bereits in verschiedenen Institutionen vor, etwa der DRK, der AWO und in Kirchengemeinden.

Ihre Hauptaufgabe sei es, die Interessen der Senioren zu vertreten. Deshalb nehme sie an Sitzungen und öffentlichen Fachausschüssen teil.

Böttger selbst lebt noch gar nicht lange vor Ort: Mit Ausstieg aus dem Berufsalltag entschied sich Böttger mit ihrem Mann vor zwei Jahren, Haus und Hof in Brandenburg zu verkaufen, um in die Nähe der Tochter zu ziehen. Die Tochter, die selbst in Hannover wohnt, empfahl den Eltern, in die Stadt am Deister zu ziehen. Denn ein Leben in der Großstadt kam für das Ehepaar mit Hund nicht infrage. Die Eheleute bereuten ihre Entscheidung nicht.

Als ihr Mann im letzten Frühjahr verstarb, stand für Böttger ein ehrenamtliches Engagement außer Frage. Als sie im Sommer von der Ausschreibung der Seniorenbeauftragten erfuhr, bewarb sie sich sofort und wurde genommen. Seither steht sie im direkten Austausch mit dem Leiter des Fachdienst Soziales, Herbert Mensing.

Als neue Bewohnerin schätzt sie den Zusammenhalt der Springer. Büttger lobt das breite Angebot für Senioren und ist beeindruckt vom großen ehrenamtlichen Engagement der Anwohner .

Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare