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Springes Fußball-Clubs vor Fusionswelle?

SPRINGE. Die Zahl der Fußballclubs im Stadtgebiet wird in absehbarer Zukunft deutlich sinken: Er sei „absolut sicher, dass es in zehn Jahren keine acht verschiedenen Fußball-Vereine mehr in Springe gibt“, prophezeit der Vorsitzende des FC Springe, Ralf Käß.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Es würden „vielleicht vier, vielleicht fünf“ übrig bleiben. Mit den ersten Kooperationen im Jugendbereich rechnet er schon in gut eineinhalb Jahren.

Springe gehöre zu den letzten Städten im Umkreis, in denen es keine Spielgemeinschaften oder Fördervereine für den älteren Nachwuchs gibt. „Um uns konkurrenzfähiger zu machen, müssen wir die gründen“, fordert Robin Schmidt, Leiter des Jugendspielverkehrs beim FC. Die Schwarz-Weißen würden an einem Plan mitarbeiten, „wie wir uns vereinen können“. Im Hintergrund gebe es bereits Gespräche. Sinnvoll sei vermutlich ein Start in der A-Jugend: „Das hätte den Vorteil, dass wir die Spieler besser hochbringen können.“

„Der Fußball verändert sich“, steht für Käß außer Frage. „Wer davor die Augen verschließt, wird auf der Strecke bleiben.“ Das Problem sei nicht, dass zu wenig Jungen und Mädchen kicken wollen. Käß: „Fußball wird auch künftig die am weitesten verbreitete Sportart bleiben.“ Es werde aber immer schwieriger, Trainer und Betreuer für die Mannschaften zu finden, so Schmidt. Die zunehmende Arbeitsbelastung von Vätern und Mütter lasse in vielen Fällen kein Ehrenamt mehr zu. Zumal die Betreuer nicht nur viel zu organisieren hätten, sondern „oft auch noch den Eltern der Kinder hinterherlaufen müssen“.

Im Seniorenbereich stehen der FC und die früheren Rivalen vom SC Bison Calenberg bereits Schulter an Schulter: Seit der Winterpause bieten sie ein gemeinsames Training an. Käß lobt die Zusammenarbeit und deutete in der Jahresversammlung des FC Springe am Wochenende an, dass er sich noch deutlich mehr vorstellen kann: „Ich glaube: Die Kernstadt kann auf Dauer nicht mehr zwei Fußballvereine vertragen.“ In Bezug auf die Jugend-Spielgemeinschaften sagte er: „Wir möchten da am Ende den Hut aufhaben. Wir dürfen uns nicht den Rang ablaufen lassen.“

Kunstrasenplatz: Startschuss in diesem Jahr erhofft

Seinen Traum vom ersten Kunstrasenplatz in Springe hat der FC noch nicht aufgegeben. „Vielleicht schaffen wir das zu unserem 111. Jubiläum im Jahr 2022“, sagt Kassenwart Harald Schröder.

Seit zwei Jahren beschäftigt sich der FC-Vorstand mit den Plänen, im Herbst führte Schröder intensive Gespräche mit dem Regionssportbund, sei am Ende „aber leider ernüchtert“ gewesen, so der Finanzchef. Es müsse ein Haufen Formalitäten erledigt werden, auch die Auflagen seien hoch. Eine davon: Die Stadt müsste die Nutzungsrechte für die Fläche, die der FC umwandeln will, für mindestens zwölf Jahre auf den Verein übertragen.

Profitieren sollen am Ende alle Vereine aus dem Stadtgebiet und auch der Schulsport: Auf dem witterungsunabhängigen Platz solle nicht nur der FC spielen, betont Schröder. Vereinschef Ralf Käß bat Stadt und Politik um Unterstützung: „Wir müssen dieses Jahr den Startschuss hinkriegen.“



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