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Springer Rathaus: 20 Architekten wollen planen

SPRINGE. Das Interesse ist groß, ziemlich groß: Zu dieser Einschätzung gelangt der Architekt Christian Kleine, der den Architekturwettbewerb rund um die geplante Rathaus-Neugestaltung begleitet. 20 Architekten haben bekundet, dass sie daran teilnehmen möchten. „Darunter viele namhafte Architekturbüros“, sagt Kleine.

Foto: Archiv
Mischer

Autor

Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Ein Wettbewerbsteilnehmer kommt sogar aus der österreichischen Hauptstadt Wien.

Der Zeitplan steht: Die Entwürfe für den Burghof werden bis Mitte Juli eingereicht. Mitte August soll, wenn alles wie vorgesehen läuft, die Jury tagen. Anschließend gibt es mehrere Möglichkeiten: An vier Teilnehmer des Wettbewerbs könnten vier Preise vergeben werden. Möglich wäre aber auch, dass ein Teilnehmer mit mehreren Preisen bedacht wird – die Jury hat viel Spielraum. Das Preisgericht setzt sich zusammen aus renommierten Architektur-Lehrern, unter anderem aus München und Köln sowie aus weiteren Experten.

Diese prüfen unter anderem, ob die von den teilnehmenden Büros eingereichten Vorschläge überhaupt zur Ausschreibung passen. „Die Grenzen dabei sind unter anderem durch den Denkmalschutz vorgegeben“, erläutert Kleine.

Immerhin steht das bisherige Rathausgebäude unter Denkmalschutz – und daran wollen und können Politik und Verwaltung nicht rütteln. Also wird das Rathaus nach den denkmalschützerischen Vorgaben Teil der Burghof-Umgestaltung.

Vorgeschrieben ist auch, dass das umgebaute Rathaus barrierefrei wird – zumindest dort, wo das technisch möglich und nötig ist, weil Publikumsverkehr zu erwarten ist. Die Planer sollen sich in ihren Entwürfen überdies Gedanken machen, wie ein Kultur- und Bürgersaal in das Ensemble integriert werden könnte. „Darin sollen auch große Hochzeitsfeiern oder Konzerte stattfinden können“, erläutert Kleine. Ob dieser Saal tatsächlich beschlossen wird, steht auf einem anderen Blatt.

In dem Sinne versteht sich der Wettbewerb als Machbarkeitsstudie, die der Politik aufzeigen soll, was technisch und gestalterisch möglich wäre. Kleine: „In der Regel beschließt die Politik nach dem Wettbewerb, ob gebaut werden soll.“ Der Rat könnte aber auch für die Planung, die sich im Wettbewerb durchgesetzt hat, generell grünes Licht für den Bau geben. Das würde fraglos das gesamte Verfahren beschleunigen. Mit dem Ergebnis, dass das Rathaus rascher im neuen Licht erstrahlen würde.

Wie sich das allerdings auf die Stadtfinanzen auswirken würde, steht auf einem völlig anderen Blatt. Denn über die Kosten des letztendlichen Baus dürfte es im Rat noch Diskussionen geben.



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