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Springer Ortsteil-Büros: Der Ton wird schärfer

GESTORF/SPRINGE. Im Streit um die Zukunft der Ortsteil-Büros wird der Ton zwischen Politik und Stadt immer schärfer: „Die Aussagen von Herrn Springfeld werden immer seltsamer und verlogener“, schimpft Gestorfs Ortsbürgermeister Eberhard Brezski (SPD) in Richtung Rathauschef Christian Springfeld (FDP).

Wie geht es weiter mit der Außenstelle in Gestorf? Im Streit um die Zukunft der Ortsteil-Büros wird der Ton zwischen Politik und Stadt immer schärfer. Foto: Archiv/ Ackermann
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Anlass für diesen Ausbruch in einem Beitrag auf der Seite der Stadt-SPD, der Brezski ebenfalls vorsteht: Springfelds Äußerungen in der NDZ vom Wochenende. Der hatte sich wiederum geärgert, weil Brezskis Bennigser Amtskollege Jörg Niemetz ihm mangelnde Kompromissbereitschaft vorwarf. Springfeld sagte der NDZ: „Die Ortsbürgermeister müssen erst mal wissen, was sie wollen.“ Es sei einfach, sich hinzustellen und einen Vorschlag abzulehnen: Springfelds Konzept hatte weder in den Ortsräten noch im Verwaltungsausschuss des Rats eine Mehrheit bekommen. Der Bürgermeister will die Außenstellen des Rathauses in Eldagsen, Bennigsen, Gestorf und Völksen schließen und das Personal beim Bürgerservice in Springe konzentrieren. Diese Aussagen bringen wiederum Brezski auf die Palme: Die Aussage, die Ortsbürgermeister hätten ebenfalls über Lösungen nachdenken können, sei „eine einzige Frechheit“, schimpft der SPD-Politiker: Alle Ortsräte hätten Alternativvorschläge gemacht und dementsprechend nachgedacht.

Springfeld habe dagegen schon nach den ersten Debatten Ende 2017 „zwölf Monate für eine Gesprächszusammenfassung benötigt, die lediglich seinen Standpunkt wiedergibt. Intensive Gedanken konnte ich seinen schriftlichen Ausführungen nicht entnehmen“, so Brezski.

Springfelds Aussage im Rat, früher habe es in Springe am Rathaus lange Schlangen gegeben, zweifelt Brezski ebenfalls an: Diese Situation habe er „nie erlebt“. Vielmehr habe es „vergleichsweise lange Wartezeiten bei einem mäßigen Andrang“ gegeben. Er fordert Springfeld nun mit deutlichen Worten auf, „keine nachweisbaren Lügen über Ortsbürgermeister sowie Ortsräte“ zu verbreiten und sich „endlich einmal für den Bürger“ einzusetzen. Der NDZ sagte Brezski, er gehe davon aus, dass Springfeld die Ortsbürgermeister vor der entscheidenden Ratssitzung im Juni zu Gesprächen einladen werde. Der Rat hatte die Entscheidung Anfang April vertagt (wir berichteten).



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