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Springer Liedermacher Ralf Grabowski tritt erstmals solo auf

SPRINGE. Ralf Grabowski hat zwei Mal die offizielle Stadthymne komponiert. Seit 44 Jahren steht er auf der Bühne. Jetzt will der 56-Jährige, der zur Gruppe der bekanntesten Musiker aus der Deisterstadt gehört, erstmals ein Soloprogramm testen. Am Samstagabend tritt er im „Heinrich III“ auf.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Ralf Grabowski solo? Das ist neu. Und das war auch nicht geplant. Während der Corona-Pandemie löste sich aber erst seine Band „Parkers Pepping“ auf, dann beschlossen die zeitweise omnipräsenten „Deister-Jungens“ ihr Ende. Die „Jungens“ spielten zum Beispiel das Ständchen für Olivia Jones, als sie im Herbst 2013 zur Ehrenbotschafterin Springes ernannt wurde.

„Ilka, die Sängerin von Parkers Pepping hat ihren Wohnsitz nach Raesfeld verlegt. Und Frank Joachim, Bassist der Deister-Jungens ist erst in den Norden gezogen und wohnt jetzt bei Osnabrück“, erklärt Grabowski. Was er bedauert: „Wegen Corona konnten wir Deister-Jungens nicht mal mehr unser Abschiedskonzert im ,Dionysos‘ spielen. Das hätten wir wirklich gerne gemacht.“

Grabowski singt, spielt Gitarre und Schlagzeug – alles gleichzeitig

Was tun? Zumal Grabowski während der Lockdowns ziemlich langweilig wurde. „Aus der Not heraus“ habe er an einem Oneman-Programm gewerkelt, bei dem er zeitgleich Gitarre und Schlagzeug spielt – und natürlich singt. Lachend erzählt der Grafiker: „Ich habe mir aus alten Schlagzeugteilen und Schrott eine Mechanik gebaut, mit der ich die Snaredrum mit dem linken Fuß bedienen kann. Die Bassdrum spiele ich mit rechts.“

Hört sich vielleicht komisch an, klingt aber gut – wie Grabowski bei seinem ersten Gastspiel als Alleinkämpfer beweisen will. In der Kneipe „Heinrich III“ am Springer Marktplatz spielt er „Oldies and more“. „Das Repertoire ist bunt gemischt und besteht aus knapp 40 englisch- und deutschsprachigen Titeln“, erzählt Grabowski. Dabei sind unter anderem – wie passend – „Die kleine Kneipe“ von Peter Alexander und „The last Time“ von den Rolling Stones.

Das „Heinrich III“ gehöre zu seinen Lieblingsauftrittsorten, sagt der Springer. Er verbindet mit der kleinen Gaststätte Auftritte mit Anca und Ossy (von ihnen stammt der „96, Alte Liebe“-Fußballsong), „Parkers Pepping“ und den Deister-Jungens.

Einnahmen gehen an einen Tier-Gnadenhof

Lachend fällt ihm ein: „Beim letzten Konzert der Deister-Jungens wurden wir gefragt, ob wir ,Aloha heja he‘ von Achim Reichel spielen könnten. Frank verneinte, denn das Lied gehörte nicht zu unserem Repertoire. Ich sagte dann: ,Natürlich können wir das’ und stimmte den Song an.“ Er war allerdings nicht textsicher: „Ich sang spontan Elemente von ,Wir lagen vor Madagaskar‘ und ,My Bonnie is over the Ocean‘. Das sorgte für viele Lacher. Ich singe den Text jetzt immer so …“

Das Benefiz-Konzert beginnt am Samstag, 5. November, um 19 Uhr im „Heinrich III“. Grabowski spendet seine Hut-Gage, auch 50 Cent jeder Getränke-Bestellung sind für den Gnadenhof „De Hunnenhoff“ bestimmt. Gastwirt Stefan Maus ist Vorsitzender des Fördervereins. „Ich bewundere sein soziales Engagement. Wo ich kann, unterstütze ich ihn gerne“, sagt Grabowski.

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