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Springer Landfrauen feiern ihr 70-jähriges Bestehen

SPRINGE/ELDAGSEN. 70 Jahre bewegte Geschichte liegen hinter dem Landfrauenverein Springe. Das hat die Gruppe jetzt mit einer glanzvollen Geburtstagsparty gefeiert. Von den aktuell 266 Mitgliedern waren über 100 Landfrauen zur Feierstunde nach Eldagsen ins Hotel Berggarten gekommen.

„Mehr Mitglieder als die SPD“: Der neue Vorstand des Springer Landfrauenvereins bei der Feierstunde mit Mariele Kriemelmeyer (von links), Ellen Dobslaff, Elisabeth Thies, Christine Rodenberg, Ursula Joppig und Ursula Elminowski. foto: Lüdersen

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FRIEDHLEM LÜDERSEN

Als „Landmann“ begrüßte Vorsitzende Ellen Dobslaff Bürgermeister Christian Springfeld in Eldagsen.

Zu dem Springer Verein gehören die Mitglieder aus Altenhagen I, Alvesrode, Bennigsen-Lüdersen, Brullsen, Flegessen, Hachmühlen, Mittelrode, Springe und Völksen. Alle benachbarten Landfrauenvereine hatten ihre Delegationen entsandt, sodass der große Saal voll besetzt war. Dort begrüßte Dobslaff zunächst die Geburtstagsgäste, ehe Annegret Burgdorf vom Bezirksvorstand die Grüße vom Bezirk und von Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kienast überbrachte. Burgdorf verriet, Otte-Kienast hatte die Glückwünsche selbst überbringen wollen: „Aber zwischenzeitlich ist sie Ministerin geworden und hat nun keine Zeit gehabt.“

Springfeld drückte seine Anerkennung über die Aktivitäten der Landfrauen aus und überbrachte Grüße von Rat und Verwaltung. „Macht weiter so“, forderte er die versammelten Frauen auf.

Nach dem Frühstück setzten die Mitglieder ihr offizielles Programm fort. Zum erst kürzlich gewählten Vereinsvorstand gehören die Vorsitzende Ellen Dobslaff, Christine Rodenberg als stellvertretende Vorsitzende, Mariele Kriemelmeyer als zweite Stellvertreterin, Ursula Joppig als Schriftführerin, Elisabeth Thies als Kassenwartin und Ursula Elminowski als Beisitzerin.

Dörte Stellmacher von den Niedersächsischen Landfrauen beleuchtete mit einem bemerkenswerten Vortrag die Bedeutung der Arbeit der Landfrauenvereine. Ihr Titel: „Frech, wild und wunderbar – mit den Landfrauen in die Zukunft“. Die Landfrauenvereine seien das Sprachrohr für den ländlichen Raum. Zu den Aufgaben gehörten nicht nur das Binden von Erntekronen und damit die Nähe zur Kirche, das Organisieren von Reisen, Ausflügen und Vorträgen, das Veranstalten von Kreativkursen, Workshops und die Arbeit mit der Jugend oder das Kochen mit Kindern. „Unsere Stärke ist das Miteinander. Und das sollten wir auch in Zukunft beibehalten. Immerhin sind wir 70 000 in Niedersachsen und 500 000 in Deutschland“, so Stellmacher. „Damit sind wir mehr Mitglieder als Niedersachsens SPD.“

Der Erfolg sei weiblich geworden: „Eine Landfrau, die sich immer fürs Einmischen der Landfrauen in Belange des Lebens eingesetzt hat, ist Landwirtschaftsministerin geworden. Darauf können wir stolz sein“, meinte sie mit Blick auf Otte-Kienast.

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