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KRH-Gruppe schreibt schwarze Zahlen / Umbau der Notaufnahme im Zeitplan

Springer Krankenhaus trägt zu guter Bilanz bei

Springe/Region (ric). Der Bau der neuen Notaufnahme im Springer Krankenhaus nimmt Form an – spätestens Ende November können in den größeren Räumen Patienten behandelt werden. Weitere Investitionen sind geplant. Das Klinikum Region Hannover schreibt als Träger indes wieder schwarze Zahlen.

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„Der Standort Springe trägt zu der guten Bilanz bei“, sagt Sprecherin Petra Kesten-Kühne auf Nachfrage. Laut gerade veröffentlichtem Jahresbericht erzielte der Konzern mit seinen zwölf Standorten einen Gesamtumsatz von 515,5 Millionen Euro, er lag im Vorjahr bei 507 Millionen. Der Überschuss beträgt 2,1 Millionen Euro und liegt damit auf dem Niveau von 2009. Andere Krankenhäuser in Norddeutschland sind im gleichen Zeitraum in die roten Zahlen abgerutscht – die KRH-Gruppe sei indes ein Erfolgsmodell, betont die Geschäftsführung.

Auch in Springe ist das Haus mit seinen Kliniken für Innere Medizin, Orthopädie und Unfallchirurgie, Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie den Abteilungen für Anästhesie und operative Intensivmedizin, Radiologie und Gynäkologie mit rund 140 Vollzeitkräften einer der größten Arbeitgeber und gilt als unerlässlicher medizinischer Nahversorger.

Unter die millionenschweren Investitionen fällt auch der Umbau der Notaufnahme an der Eldagsener Straße (Baukosten rund 500 000 Euro, NDZ berichtete). „Es geht zügig vorwärts“, zeigt sich Dr. Egbert Schaefer, Chef der internistischen Diagnostik, erfreut. Die groben Arbeiten sind erledigt, der Mauerdurchbruch zur Eingangshalle ist geschafft, momentan werden Leitungen verlegt. „Spätestens Ende November werden wir die Einweihung feiern.“ Schaefer glaubt, dass weitere Bauprojekte folgen werden – wenngleich ein Anbau ausgeschlossen sei. „Wir betreiben stattdessen infrastrukturelle Maßnahmen mit Bordmitteln.“ Nicht auszuschließen, dass die neue Notaufnahme der erste Schritt zu einer möglichen Konzentration der gesamten chirurgischen Ambulanz auf der unteren Gebäude-Ebene darstellt.

Grund zur Eile gebe es allerdings nicht: Zurzeit werden Notfälle auf einer anderen Station behandelt – ein Provisorium, das zwar die Arbeit auf der Station belaste, nicht jedoch das Wohl der Patienten beeinträchtige, meint Schaefer. Unterdessen schreite auch die Sanierung anderer Zimmer voran.

Die KRH wurde vor sechs Jahren ins Leben gerufen, sie ist deutschlandweit der zweitgrößte kommunale Krankenhausverband. „Die Klinikgruppe hat sich zu einem leistungskräftigen und wirtschaftlich erfolgreichen kommunalen Unternehmen entwickelt“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Erwin Jordan. Schon jetzt scheint es allerdings absehbar, dass das nächste Ergebnis negativer ausfallen wird – allein aufgrund steigender Personalkosten.



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