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Springer Jugendliche besser mit Lehrstellen versorgt

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Mischer

Autor

Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Zugleich gibt es weniger Jugendliche, die noch keinen Vertrag für eine Berufsausbildung unterschrieben haben.

Die Zahl der angebotenen Stellen in Springe ist um 16,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen: Das beschert den Jugendlichen zahlreichere Ausbildungschancen direkt vor Ort. 72 Stellen waren zum Stichtag bei der Arbeitsagentur gemeldet, zehn mehr als im Vorjahr. 24 davon waren zum Zeitpunkt der Erhebung sogar noch unbesetzt.

Auf der anderen Seite standen 182 Jugendliche aus Springe, die sich dazu entschlossen haben, eine Ausbildung zu machen. Das sind ebenfalls zehn mehr als 2015. Davon hatten 38 junge Leute zum Zeitpunkt der Statistikerhebung noch keine Lehrstelle gefunden. Rechnerisch könnten sie einfach eine offene Stelle in Springe übernehmen. So einfach ist das aber nicht, weiß Holger Habenicht, Sprecher der zuständigen Agentur für Arbeit in Hannover. „Tatsächlich interessieren sich die meisten Jugendlichen für solche Berufe, die gerade in Mode sind – und davon werden in Springe nicht allzu viele angeboten.“ Besonders beliebt etwa sind Lehrstellen im Bereich Handel, Gewerbe und Dienstleistungen. Und da werden in der Deisterstadt nur 15 Azubi-Plätze angeboten.

„Es ist also klar, dass viele Jugendliche sich dazu entschließen, nach Hameln oder Hannover zu gehen, weil sie zu Hause nicht das finden, was sie suchen“, sagt Habenicht, „die jungen Leute sind mobil – und das ist gut so„. Dadurch, dass sich viele junge Leute auf besonders begehrte Branchen konzentrieren, bleiben umgekehrt Stellen, die heimische Betriebe in Springe ausgeschrieben hatten, unbesetzt. 24 waren das zum Zeitpunkt der letzten Erhebung. Fünf mehr als im Vorjahr.

Das könnte sich aber in den nächsten Wochen ändern – auch nach Beginn des Ausbildungsjahres Anfang Oktober. „Wir befassen uns derzeit intensiv mit der Nachvermittlung“, sagt Habenicht: Jugendliche, die noch ohne Stelle sind, werden von der Arbeitsagentur zu Vermittlungsgesprächen eingeladen. Die Arbeitsberater regen die jungen Leute auch dazu an, über Alternativen zur Traumausbildung nachzudenken.

Davon gibt es in Springe eine ganze Menge: Zehn Lehrstellen in der Baubranche, elf in der Verwaltung und 25 in der Rohstoffgewinnung. In machen Fällen könne es auch schlauer sein, die Ausbildung um ein Jahr zu verschieben – „stattdessen kann eine Einstiegsqualifizierung als Vorbereitung sinnvoll sein“, sagt er.



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