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Nach drei Jahren Arbeit hat der Marktplatz ein neues Gesicht bekommen – und verändert sich weiter

Springe strahlt

Springe. 100 000 Euro, drei Jahre Arbeit – und ein runderneuertes Zentrum: Anlieger und Stadtvertreter haben gestern Abend die Umgestaltung des Marktplatzes gefeiert. Springe hat auch dank Fördermittel der „Quartiersinitiative Niedersachsen“ eine aufgewertete Mitte – an der sich weiterhin Einiges verändern soll. Den Höhepunkt des Projekts konnte man gestern schon mal bewundern: Neue Scheinwerfer setzen bei Dunkelheit die schönsten Punkte des Platzes in Szene.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Die installierten Strahler leuchteten gestern erstmals ganz offiziell – zur Freude der Beteiligten, die anschließend mit Sekt auf die Fertigstellung des Projekts anstießen. Bürgermeister Jörg-Roger Hische lobte das Engagement der Anlieger. Für Stadtmanagerin Anike Fritz geht mit der Umgestaltung ein langer Prozess zu Ende: „2008 haben mit dem Leitbild angefangen, uns im Jahr darauf am Runden Tisch Marktplatz erstmals getroffen“, erinnert sie sich. In Abstimmung mit Gebäude- und Geschäftsinhabern entstand schließlich die Bewerbung für die „Quartiersinitiative Niedersachsen“, ein Förderprojekt zur Belebung von Innenstädten. Fritz erstellte ein Konzept mit dem Ziel, „durch optische Aufwertungen und Neuerungen den Marktplatz wieder zu einem lebendigen Platz zu machen“. „Einen Treffpunkt“ wollten die Akteure aus der Ortsmitte machen. Das Land versprach Fördermittel, der Rat gab grünes Licht – und so setzten Stadt und Anlieger nach und nach Maßnahmen um.

„Besonders hervorstechend“ ist für Fritz neben dem Lichtkonzept die neu gestaltete Bepflanzung: In umgebauten Baumumrandungen sorgen bunte Blumen für Farbtupfer. „Das macht echt viel aus“, findet die Stadtmanagerin. Sie freut sich auch über die neuen Sitzgelegenheiten: Die alten Bänke wurden durch Stühle ersetzt, hinzugekommen sind Spielgeräte. „Die Reaktionen sind bisher sehr positiv“, findet Fritz.

Neu ist aber noch mehr: Zwei Schirme stehen Vereinen und Organisationen zur Verfügung, die sich auf dem Markt präsentieren wollen. Stromkästen und Papierkörbe sind ebenso Neuzugänge wie die Wildschweinfiguren namens „Siggi Saupark“. Außerdem versetzte die Stadt einige Verkehrs- und Hinweisschilder, die zuvor die Sicht auf den Markt aus Richtung Altes Rathaus blockierten.

Bis Ende des Jahres muss Fritz die Abrechnung mit dem Land vornehmen. Doch auch, wenn die Quartiersinitiative vorüber ist – für die Stadtmanagerin gibt es rund um den Markt „immer etwas zu tun“: So sollen in Absprache mit dem Ortsrat die Laternen neu gestrichen werden. Sie leiden auch darunter, dass Plakate immer wieder unsachgemäß an ihnen befestigt werden. Auch deshalb will Fritz an den Lampenmasten spezielle Halter anbringen lassen. Sie könnten zu Wahlen von den Parteien genutzt werden – sonst aber auch für Veranstaltungen oder für Fahnen mit Springe-Logo. Ideen gibt es also reichlich – „aber wir haben uns jetzt erst mal auf das konzentriert, was uns am Wichtigsten erschien“, sagte Fritz gestern.

Ganz nebenbei entwickelte sich aus Sicht der Stadtmanagerin auch die Leerstandssituation am Markt positiv: Das marode Fachwerkhaus ist weg, das frühere Café beherbergt heute ein Restaurant, statt eines Bestatters hat sich eine Schneiderei angesiedelt. Heute schließt die Drogerie „Ihr Platz“ am Markt – doch die Räume werden nicht lange leerstehen: Am 17. November will dort das Geschäft „Bio am Markt“ öffnen. Es handelt sich dabei um den bislang an der Bahnhofstraße angesiedelten Naturkostladen „Krabat“. Er zieht mit neuen Inhabern und neuem Namen auf die größere Fläche. Für die Bahnhofstraße ist das eine schlechte Nachricht: Nach Hörgerätehandel und Schuhgeschäft droht noch ein Leerstand.

Ein bisschen Baustelle war der Marktplatz übrigens auch gestern noch: Wo sich am Abend die Umgestalter zuprosteten, hatten kurz zuvor Arbeiter noch die letzten Anschlüsse für die Stromkästen gelegt. So ein Stadtzentrum ist eben nie ganz fertig.



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