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Springe: Sechs Monate Probeblitzen im Verkehr

SPRINGE. Erstmal nur mieten: Nachdem die Stadt den Blitzer-Vertrag mit der Region gekündigt hat, wollte die Verwaltung zunächst ein Gerät kaufen. Dieser Plan wurde allerdings verworfen – trotzdem müssen die Politiker aber entscheiden, welches Modell sie mieten wollen.

So einen ähnlichen Blitzer – ohne Personal – könnte die Stadt jetzt mieten. FOTO: VITRONIC; Stefan Gröpper
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Der Verkehrsausschuss hat sich jetzt in seiner Sitzung für die mobile Blitzer-Variante entschieden – und ist damit dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt.

Das Gerät kann dann als Auto-Anhänger einfach zu den Einsatzorten gefahren werden – Personal braucht die Verwaltung für dieses Modell nicht. Gleichzeitig könnten die Mitarbeiter schnell auf Gefahrensituationen reagieren und das Gerät umstellen. Ein Akku versorgt den Blitzer mit Strom.

Blitz-Gerät als beliebtes Angriffsziel

Der Nachteil: die hohe Vandalismus-Quote. Gerade außerorts seien die Geräte beliebte Angriffsziele. Dennoch bevorzugt die Verwaltung gerade in der Testphase eine flexible Variante ohne großen Personalaufwand.

120 000 Euro hatte die Politik bereits für die Anschaffung des Überwachungssystems investiv veranschlagt. Die Anmietung des autonomen Blitzgerätes ist jedoch ein zusätzlicher Aufwand, sodass etwa 61 000 Euro für dieses Jahr außerplanmäßig veranschlagt werden müssen.

Wie hoch der Aufwand genau sein wird, ergebe die Ausschreibung. Für das Personal werden jährlich weitere 30 000 Euro fällig, das Fahrzeug für den Transport kostet rund 5000 Euro im Jahr, das könnte noch mit dem Betriebshof abgestimmt werden, der ein Auto mit Anhängerkupplung besitzt.

Bußgelder werden von der Region erhoben

Das Personal soll dann sogar täglich den Blitzer umstellen. Um die Gefahr von Vandalismus einzudämmen, könnte das Gerät nur tagsüber aufgestellt werden.

Bislang hatte die Region Hannover in Springe die Geschwindigkeit überwacht. Von den Einnahmen aber bekam die Stadt nichts ab. Trotzdem soll auch in Zukunft die Region die Bußgelder erheben – dann allerdings auf Basis der aus Springe gelieferten Daten. Gemietet werden soll der Blitzer zunächst für sechs Monate. Gleichzeitig soll aber schon geprüft werden, ob ein dauerhafter Einsatz dieses Modells sinnvoll ist.

„Wir unterstützen das, wir hatten den Antrag ja schon vor einem Jahr eingebracht“, betonte SPD-Ausschussmitglied René Bennecke während der Sitzung und lobte die gute Vorlage der Verwaltung, in der die verschiedenen Möglichkeiten detailliert abgewogen wurden. Bei einer Gegenstimme, und zwar vom Ausschussvorsitzenden Christoph Rohr, wurde der Antrag angenommen.

Diskussion um Gefahrenstellen

In der sechsmonatigen Testphase sollen jetzt Erfahrungen gesammelt werden, sagt Bürgermeister Christian Springfeld. Anders als ursprünglich geplant, sei die Stadt mit einer Anmietung statt eines Kaufes auf der sichereren Seite. „Sollten wir in dem halben Jahr feststellen, dass das doch so aufwendig ist, halten wir es uns noch offen, wieder mit der Region einen Vertrag abzuschließen.“ Davon gehe er aber derzeit nicht aus. Standorte für den neuen Blitzer stehen noch nicht fest. „Wir dürfen den aber auch nicht willkürlich irgendwo hinstellen.“ Bei den Messpunkten muss es sich um Unfallschwerpunkte oder Gefahrenstellen handeln, erklärt Springfeld. Der Rat soll sich im Juni endgültig für ein Gerät entscheiden.



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