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Springe hofft auf Teilnahme am Pilotprojekt „Ecobus“

Lange Wartezeiten an der Haltestelle könnten bald der Vergangenheit angehören. Ein Anruf und schon holt der Bus den Fahrgast ab und fährt ihn zum Ziel. Das Mobilitätskonzept „Ecobus“ soll jetzt auch in der Region Hannover getestet werden – und Springe hat sich als eine der ersten Gemeinden für die Testphase beworben.

Busse auf Abruf: Der Ecobus könnte auch bald in der Region Hannover fahren. Foto: Swen Pförtner/dpa
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

„Sollte die Region den Weg gehen, sollte sie bei uns anfangen, wir haben unseren Hut in den Ring geworfen“, sagt Bürgermeister Christian Springfeld.

Konkret geht es um das Projekt Ecobus, das das Göttinger Max-Planck-Institut bereits im Harz getestet hat. Per App, im Internet oder über das Telefon kann der Bus gebucht werden, der von der Haustür bis zum Wunschort fährt. Dabei werden verschiedene Routen mit ähnlichem Start und Ziel kombiniert. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie das Anrufsammeltaxi von Regiobus, das aber eben nur zu festgelegten Zeiten fährt und mindestens eine Stunde vorher angefragt werden muss. Projektkoordinator und Mobilitätsmanager Michael Patscheke hat das Konzept bereits der Regionspolitik vorgestellt, sagt Klaus Nagel von der FDP, die angeregt hatte, im Verkehrsausschuss über das Thema zu sprechen. „Gerade an Orten, wo der Nahverkehr ausgedünnt wird, wie in Springe, macht das Sinn“, so Nagel.

Wann genau die Testphase starten wird, ist noch unklar. „Aber es passiert zeitnah“, weiß Nagel. Gerade vor dem Hintergrund der Diskussion um die Zukunft der Verwaltungsaußenstellen sei der Ecobus ein „Innovationsprojekt, das Springe gerade sehr entgegenkommt“, betont Nagel. Immerhin könnten damit vor allem die älteren Menschen bequem nach Springe kommen. Für die Bewerbung hat die Stadt bereits Kontakt zu Regionsdezernent Ulf-Birger Franz aufgenommen.

Acht Plätze sind in einem Ecobus vorhanden, berichtete Patscheke während der Sitzung des Verkehrsausschusses in Hannover. Während der Testphase im Harz sei es mitunter zu Missverständnissen zwischen Fahrer und Kunden gekommen, wenn es etwa um den Treffpunkt ging. In diesen Fällen könne aber der Fahrer anonym das Handy des Kunden anrufen, so Patscheke. Eine genaue Ankunftszeit könne aber nicht garantiert werden. Zudem müssten die Autos rechtzeitig gebucht werden. Im Harz hatten die Initiatoren bewusst die Taxi-Betreiber als Sub-Unternehmen eingebunden. Mit dem Ergebnis, so Patscheke, dass es mehr Umsteiger und sogar mehr Fahrten gegeben habe. Ziel sei es, den heimischen Unternehmen mit dem Angebot keine Konkurrenz zu machen, sondern diese einzubinden.



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