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Springe: Eine Baustelle nach der anderen

SPRINGE. Eine Baustelle geht, die nächste kommt am Montag, 3. September: Seit Freitag ist die Fünfhausenstraße wieder offen. Autofahrer brauchen trotzdem weiter Geduld.

In Springe jagt eine Baustelle die nächste: Seit Freitagnachmittag ist die Fünfhausenstraße wieder offen, Bürgermeister Christian Springfeld (l.) und Stadtwerke-Chef Marcus Diekmann an den Baustellenzäunen. FOTO: HELMBRECHT
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

„Mir fällt ein sehr großer Stein vom Herzen“, sagt Bürgermeister Christian Springfeld. Schließlich war zum Baubeginn vor allem bei Anwohnern und Einzelhändlern der Ärger groß.

Ende Februar waren die Bauarbeiten für Fernwärmenetz und Straßen- und Kanalbau gestartet – begleitet von großer Kritik der Geschäftsleute in der Innenstadt, die sich über Umsatzeinbußen und mangelnde Informationen in Sachen Umleitungen beschwert hatten. „Ich bin sehr dankbar, dass die Anwohner das so lange ertragen haben“, so Springfeld am Freitag – und räumt ein: „Als die Baumaßnahme hier anfing, habe ich schon zwischenzeitlich gedacht: meine Güte. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen und ich bin guter Dinge, dass es jetzt so weitergeht.“

Für Springfeld hat sich die „harte Zeit“ für einige der Betroffenen ausgezahlt: So sei es ein großer Fortschritt, dass die Gehwege an der Fünfhausenstraße nun barrierearm gestaltet wurden. Dass der Bereich nun „modernen Anforderungen“ entspreche, sei ein klarer Gewinn, sagt Springfeld.

Weder Springfeld noch Thomas Ogsoka von den Stadtwerken rechnen mit dem Start des nächsten Bauabschnittes an der Ellernstraße am Montag mit vielen Beschwerden oder Protesten. „Wir haben das Gefühl, die Springer sind jetzt etwas abgehärtet. Natürlich ist es erst einmal schwer, nicht mehr auf den gewohnten Strecken fahren zu können.“

Mittlerweile aber wüssten die Betroffenen, wen sie bei Problemen ansprechen könnten. Seit dem 1. Mai gibt es bei den Stadtwerken einen zentralen Ansprechpartner, der für alle Fragen zu den Baumaßnahmen zu Verfügung steht. Bernd Schmidt ist per E-Mail an bernd.schmidt@
stadtwerke-springe.de erreichbar – oder unter 05041/ 64596413.

Ogsoka ist sicher: „Die neue Baumaßnahme ist nun unproblematischer.“ Ab Montag wird die Ellernstraße gesperrt – samt der dortigen Bahnunterführung. „Es ist die gleiche Baufirma, die bereits an der Fünfhausenstraße tätig war – und die Springer wissen um die Maßnahme“, so der Stadtwerke-Mann: „Zu Beginn musste man sich erst mal kennenlernen, jetzt wird es glatter laufen“, ist Ogsoka überzeugt.

Auch, weil die Sperrung der Ellernstraße insgesamt übersichtlicher sei. Schließlich seien mit der Sperrung der Fünfhausenstraße zahlreiche Querstraßen zu Sackgassen geworden.

Mit der Fünfhausenstraße habe man einen großen Schritt geschafft: „Noch größer ist die Erleichterung aber dann, wenn wir damit fertig sind, die 4,6 Kilometer Fernwärme zu verlegen.“ Die Sperrung der Ellernstraße soll bis April 2019 dauern. Dass die Arbeiten damit über die Wintermonate stattfinden, sei im Zeitplan berücksichtigt. Wie viel Ruhezeit – etwa wegen Frosts – die Stadtwerke einkalkuliert haben, verrät Ogsoka nicht. Fest steht: In dieser Zeit müsste die Straße trotzdem gesperrt bleiben.

Unter den Bauarbeiten leiden viele Springer, die von der Fernwärme gar nicht profitieren. Einige seien zu Beginn der Arbeiten genervt gewesen, weiß auch Stadtwerke-Chef Marcus Diekmann. Inzwischen habe sich die Situation aber entspannt. Das Millionen-Projekt verläuft aus seiner Sicht gut: „Wir sind im Gespräch mit einigen Großkunden und auch einige Neubauprojekte könnten an das Netz angeschlossen werden. Ich bin mir sicher, dass wir die Zahlen, mit denen wir kalkuliert haben, erreichen werden.“ Auch wenn das Otto-Hahn-Gymnasium angeschlossen werde, habe man einen großen Abnehmer, so Springfeld.

„Das Thema Fernwärme ist bei vielen noch nicht so richtig angekommen“, weiß Diekmann. Dass man in Springe aber auf dem richtigen Weg sei, habe sich nicht erst mit dem in dieser Woche verliehenen Klimaschutz-Preis bestätigt. „Ich halte ein- bis zwei Mal im Monat Vorträge.“ Bundesweit würden viele Experten das Projekt in Springe aufmerksam verfolgen.



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