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Springe: Das ist der Stand der Dinge beim Kita-Ausbau

Wie sieht es aus in Sachen Kinderbetreuung? Die Stadt gibt einen Überblick über die aktuellen Planungen in allen Ortsteilen

Wie steht es um die Kita-Planungen? Der Stand der Dinge nach Auskunft der Stadt.

Das Thema Kindergartenausbau hat laut Bürgermeister Christian Springfeld absolute Priorität im Rathaus: „Wenn hier auf einer Akte ‚KiTa‘ steht, wird die im Laufschritt transportiert!“, teilt der Bürgermeister in einer Mitteilung mit. Seit mit dem beitragsfreien Kindergarten, der flexiblen Einschulung und dem Run auf Kita-Plätze die Versorgungslücke entgegen der somit überholten Bedarfsplanungen deutlich geworden sei, habe die Stadtverwaltung alle Hebel in Bewegung gesetzt, die Lücken zu schließen: „Wir haben dabei die ganze Stadt im Blick und drehen in jedem Ortsteil jeden Stein um. Es macht auch keinen Sinn, Eltern und Kinder kreuz- und quer durch das ganze Stadtgebiet zu schicken“, weiß Springfeld.

Für ihre Planungen hat die Stadtverwaltung das Stadtgebiet in vier Sozialräume eingeteilt. Bennigsen, Lüdersen und Gestorf werden dabei ebenso zusammengefasst wie Völksen und Alvesrode. Im Süden bilden Eldagsen, Holtensen, Alferde, Mittelrode und Boitzum eine Einheit, während Springe gemeinsam mit Altenhagen I betrachtet wird. Geeignete Immobilien zu finden sei eine echte Herausforderung schildert Fachbereichsleiterin Hanna Kahle: Die Größe der Außenflächen müsse stimmen, der Lärmschutz spiele eine große Rolle. So seien Gewerbeflächen beispielsweise gar nicht als Kita-Standort erlaubt - nicht mal als Not- oder Übergangslösung. Im Einzelfall müsse man sehr langwierig überhaupt erst die baurechtlichen Voraussetzungen (Flächennutzungsplan, Bebauungsplan, Baugenehmigung) schaffen. Dank intensiver Bemühungen sei es aber trotz der schwierigen Marktlage in kürzester Zeit gelungen, 32 Angebote zu akquirieren, die fachbereichsübergreifend intensiv geprüft worden seien.

Die Planungen im Überblick:

Für den Sozialraum Springe und Altenhagen I hat die Stadtverwaltung fachbereichsübergreifend 13 Optionen geprüft. Die Fläche an der Harmsmühlenstraße, der bisherige Festplatz, ist aus Sicht von Springfeld auf lange Sicht die beste Option. Die Fläche sei so groß, dass dort eine Kita geplant werden könne, die den Bedarf in Springe und Altenhagen I auch über viele Jahre deckt. So eine Groß-Kita sei jedoch auch nicht innerhalb weniger Tage gebaut, sondern brauche Zeit von der ersten Planung bis zum Einzug der Kinder. Deswegen stehe die Suche nach Übergangslösungen ebenso im Fokus wie das Entwickeln langfristiger Betreuungsmöglichkeiten. Aktuell steht die Stadt nach eigenen Angaben im Kontakt zur Nachnutzung des Krankenhauses, in dem eine Übergangslösung denkbar ist. Aber auch andere Optionen würden weiter verfolgt.

Im Sozialraum Eldagsen, Alferde, Boitzum, Mittelrode und Holtensen zeigen die großen Bemühungen bereits eine erste sehr konkrete Wirkung: In Eldagsen ist wie berichtet die Gründung einer Kita mit zwei Krippen- und einer Kindergartengruppe in städtischer Trägerschaft geplant. An den Start gehen soll die neue Einrichtung – vorbehaltlich der politischen Zustimmung – zum Kindergartenjahr 2019/2020.

Auch im Sozialraum Bennigsen, Gestorf und Lüdersen „sind erste Meilensteine erreicht“, so Springfeld. So werde in Zusammenarbeit mit dem DRK derzeit die Erweiterung der Einrichtung in Gestorf um eine Krippengruppe und eine halbe Kindergartengruppe durch das DRK geplant. Gespräche mit dem beauftragten Architekturbüro hätten bereits stattgefunden. Auch die jüngst in Lüdersen gegründete Elterninitiative, die sich für die Gründung eines Waldkindergartens stark macht, werde seitens der Stadtverwaltung unterstützt und ist ebenfalls für das Kindergartenjahr 2019/2020 geplant. Mit dem Umzug des Bennigser Kindergartens Am Gut in die Hauptstraße 30 konnten bereits zum 1. August dieses Jahres fünf neue Plätze in der bestehenden Gruppe geschaffen werden. Zum 1. Oktober eine weitere Gruppe mit insgesamt 10 Plätzen eröffnet. Außerdem erfolgt die Fertigstellung des Bewegungsraumes in der DRK-Kita in Bennigsen im Laufe dieses Kindergartenjahres. Mit der Fertigstellung des Bewegungsraumes könnten dort fünf weitere Kinder betreut werden.

Verschiedene Optionen, davon mindestens zwölf unter Beteiligung aller Fachbereiche in der Stadtverwaltung, seien auch im Sozialraum Völksen und Alvesrode geprüft worden. Gerade die Gebäude- und Flächenvorschläge aus diesem Sozialraum scheiterten aber an den hohen Anforderungen für einen geeigneten Kita-Standort, weswegen einige sehr vielversprechende Lösungen sich nach intensiver Prüfung relativiert hätten. Positiv sei aber, so Springfeld, dass für Völksen und Alvesrode noch immer Vorschläge eingehen, die mit besonderer Priorität untersucht würden. Fachbereichsleiterin Hanna Kahle sei deswegen nach wie vor optimistisch, dass den Völksener und Alvesroder Kindern und deren Eltern Perspektiven aufgezeigt werden könnten. Dies sei lediglich eine Frage der Zeit.

Hintergründe und weitere Informationen sind im Rats- und Bürgerinformationssystem der Stadt Springe als Drucksachen öffentlich verfügbar (https://www.springe.de/politik-rathaus/politik/rats-buergerinfo/). Die jüngste Entwicklung der Kita-Pläne findet sich in den verschiedenen Vorlagen mit der Nummer 163/2016-2021.



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