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Verband will Entwicklungsplanung für Sportstätten durchsetzen / Vorstellung am Mittwoch

Sportring drängt Stadt zur Untersuchung

Springe (mf). Der Sportring macht Druck: Vorsitzender Wilfried Baxmann hat Rat und Verwaltung aufgefordert, schnellstens eine Sportstättenentwicklungsplanung in Auftrag zu geben – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der noch immer ungeklärten Bisonhallen-Frage. In der Sitzung des zuständigen Fachausschusses soll am kommenden Mittwoch ein entsprechendes Konzept vorgelegt werden.

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Baxmann spricht von einem Pilotprojekt. Mit finanzieller Unterstützung von Landes- und Regionssportbund (40 000 Euro) habe die Uni Hannover bereits eine auf alle Kommunen anwendbare Rahmenplanung erarbeitet. Für weitere 20 000 Euro könne die Stadt auf Grundlage dieses Korsetts eine individuelle Untersuchung in Auftrag geben.

Die Uni würde sich dazu Rahmendaten liefern lassen und selbst Gespräche mit allen örtlichen Sportanbietern führen – mit den rund 40 Vereinen, der Volkshochschule, aber auch den Betreibern privater Fitnessstudios.

Am Ende könne dann eine für Springe maßgeschneiderte Entwicklungsplanung stehen, wirbt Baxmann. „Und dann wissen wir auch, ob die abgebrannte Halle des SC Bison Calenberg wieder aufgebaut werden muss oder nicht.“ Wichtig sei aber, dass alle Beteiligten ergebnisoffen an die Sache herangingen.

Sportausschussvorsitzender Uwe Mügge habe bereits grünes Licht für eine Vorstellung des Konzepts am kommenden Mittwoch gegeben, zeigt sich Baxmann dankbar. Dass der Sportring ausdrücklich um eine solche Gelegenheit bitten musste – damit hatte der Verband zunächst gar nicht gerechnet. „Wir sind wie selbstverständlich davon ausgegangen, wie übrigens seit 14 Jahren üblich, wieder in den Ausschuss berufen zu werden. Doch leider hat es die Verwaltung beziehungsweise der Rat versäumt, dem Sportring wieder diesen beratenden Sitz einzuräumen“, bedauert Baxmann. Diese überraschende Mitteilung habe ihm Bürgermeister Jörg-Roger Hische zu Jahresbeginn gemacht. „Damit haben wir vorläufig weder ein Mitsprache- noch ein Antragsrecht.“

Der Verwaltungschef habe aber inzwischen angekündigt, dass in der März-Sitzung eine Nachberufung erfolgen soll. Doch so lange will der Sportring mit seinem Antrag nicht warten. Denn die Zeit dränge. Wenn die erforderlichen 20 000 Euro nicht noch in den Haushalt 2012 eingestellt würden, werde in diesem Jahr nichts mehr aus dem Konzept, ist er überzeugt.

Zwar sei eine entsprechende Summe bereits im vergangenen Jahr per Nachtragshaushalt genehmigt worden. „Leider hat die Verwaltung die Mittel dann jedoch nicht auf 2012 übertragen, moniert Baxmann. Wenn sich der Rat nun hoffentlich dazu durchringe, das Geld lockerzumachen, könne die Untersuchung noch vor den Sommerferien beginnen. Die Antwort auf die spannende Frage, welche und wie viele Sportstätten Springe auch unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung in den kommenden Jahren benötige, werde danach innerhalb eines Vierteljahres vorliegen, verspricht der Sportring-Chef.

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