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Neuregelung für Feriennutzung / Je angefangene Stunde werden 5 Euro fällig / Ein Jahr Probezeit

Sporthallen: Wer sparen will, muss sich sputen

Springe (mf). Im dritten Anlauf hat der Sportausschuss gestern ein neues Konzept für die Sporthallennutzung in den Ferien abgesegnet. Vertreter aller Fraktionen würdigten es als „guten Kompromiss“ im Bemühen, den Vereinsinteressen gerecht zu werden und gleichzeitig den angespannten Haushalt zu entlasten.


Die Neuregelung im Detail:

• Für die uneingeschränkte Nutzung in sämtlichen Schulferien stehen künftig nur noch vier Hallen zur Verfügung: Springe I (SZ Süd), Eldagsen, Bennigsen, Völksen.

• Für jede dieser Hallen beziehungsweise jedes Hallenteil sind fünf Euro je angefangene Stunde für Heizung, Warmwasser, Licht und Reinigung zu zahlen.

• Für „Traditions- oder Sonderveranstaltungen“ sowie Punktspiele stehen auch alle anderen Hallen während der Ferien zur Verfügung. Nicht aber für das Training!

• Vereine, die draußen trainieren beziehungsweise spielen, aber Umkleiden und Sanitäreinrichtungen der Hallen nutzen wollen, müssen dafür ebenfalls fünf Euro je angefangene Stunde zahlen.

• In den ersten zwei Wochen der Sommerferien gilt die Regelung nicht – alle Hallen bleiben für Reparaturarbeiten und Grundreinigungen komplett geschlossen.

• Anmeldefristen: Vereine, die von der Ferienregelung Gebrauch machen wollen, müssen bis spätestens 15. Februar einen Antrag für das erste Halbjahr 2010 stellen, für das zweite Halbjahr bis zum 30. Juni. Die Stadt verschickt auf dieser Grundlage Nutzungsgenehmigungen.

• Wenn zwei oder mehrere Vereine die gleiche Nutzungszeit beanspruchen, kommt der zum Zuge, der sich schneller bei der Stadt gemeldet hat. Es zählt also der Zeitpunkt des Antragseingangs.

• Es gilt eine einjährige Probezeit. Ende 2010 sollen Praktikabilität und Einspareffekte überprüft werden.

Fazit für die Politiker: Volker Gniesmer (SPD): „Damit können alle gut leben.“ Wilfried Baxmann (CDU): „Das kommt auch den Vereinen entgegen.“ Peter Kimmel (FDP): „Zumutbar.“ Der Rat entscheidet am 17. Dezember. Die Regelung soll ab den kommenden Osterferien in Kraft treten.

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