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Sportfest an der Realschule: Alles mit dem Fuß

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Autor:

von Sandra Hermes

„Sind wir denn hier beim Handball?“, schimpft Till Kobs, Fachleiter Sport, denn auch lachend, als eine seiner Schülerinnen versucht, den Ball mit der Hand statt mit dem Fuß zu spielen. Insgesamt gab es auf dem Sportfest – das in dieser Konstellation erstmals stattfand – zwölf Stationen, die nur mit den Füßen bewältigt werden durften.

Dabei kommt es aber nicht nur auf die sportliche Fitness an, sondern auch auf den Kopf. Bei der Quizstation müssen die Schüler Fragen beantworten, wie: „Wer ist aktuell Europameister?“ Sportlehrer Till Kobs erklärt: „Insgesamt nehmen etwa 500 Schüler an dem Sportfest teil, von der siebten bis zur zehnten Klasse. Dabei müssen sie in Viererteams mindestens zehn Stationen durchlaufen und an jeder Station bekommen sie dann Punkte.“ Das Bewertungssystem ist dabei recht ausgeklügelt: Nicht das beste Team gewinnt, sondern die beste Klasse. Am Ende wird dann ein Durchschnittswert ermittelt, „dadurch haben besonders sportliche Teams keinen merkbaren Vorteil, sondern der Wettbewerb bleibt ausgeglichen“, macht Kobs deutlich. Die Sieger werden aber erst an einem anderen Tag gekürt, die Punkte müssten noch ausgewertet werden und so bleibe es länger spannend.

Beim Sportfest ist jeder Lehrer gefragt: „Die einzelnen Stationen werden auch von Mathe- oder Musiklehrern betreut, eine Affinität zum Sport muss es nicht geben, es zählt nur der Zusammenhalt“, erzählt der Sportlehrer. Das sonnige Wetter kommt der Lehrerschaft dabei zugute: „Mal ehrlich, besser kann es doch für so einen Tag nicht laufen. Keiner der Schüler hätte jetzt Lust auf drei Stunden Mathe“, gibt Kobs offen zu.

Das Motto „Alles mit dem Fuß“ sei an die Europameisterschaft angelehnt. Die Organisatoren hätten sich bewusst dafür entschieden, das Ereignis noch mal aufzugreifen. Nachteile für die Mädchen, die mit Fußball meist nicht ganz so viel am Hut haben, sieht der Lehrer nicht. „Sie glänzen in vielen Disziplinen und es geht ja nur um Fußball im weitesten Sinn. An einer Station müssen sie Dosen abschießen. Das können die Mädels auch sehr gut“, sagt Kobs.



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