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Spenden sorgen für Geldsegen beim Förderverein Lüdersen

LÜDERSEN. Ein „Jahr der Stille“ sollte es werden. „Doch ganz so still wird es dann doch nicht. Wir haben auch dieses Jahr jede Menge vor“, sagte Ute Austermann-Haun, Vorsitzende des Fördervereins Lüdersen. Trotzdem: Das vergangene Jahr sei „ziemlich heftig“ gewesen und habe „an den Kräften gezerrt“.

Mit vielen Ideen für den Ort: Der Vorstand um Ursel Postrach (v.l.), Sylvia Willschütz, Carl-Hans Hauptmeyer und Ute Austermann-Haun wollen ein Imker-Treffen organisieren. FOTO: SZABO

Autor:

Patricia Szabo

Zahlreiche Veranstaltungen hatte der Vorstand auf die Beine gestellt – viele Termine standen unter dem Zeichen der Pflanzen. „Wir haben uns schon immer das dörfliche Grün vorgenommen“, sagte Austermann-Haun. Von Vorträgen über die Gartengestaltung bis hin zu einer Gartenvernissage, einer Pflanzenbörse und einem Gartenstammtisch drehte sich alles um die Natur. Ein „riesiger Erfolg“ sei das alljährliche „Warten auf das Christkind“ mit Julia Rambacher gewesen, freute sich die Vorsitzende. Und bereits jetzt liegen für die Aktion Anmeldungen vor.

Ebenso erfolgreich laufen die E-Bay-Verkäufe, um die sich Austermann-Haun kümmert. Seit Jahren spenden Bürger in Lüdersen nicht mehr benötigte Kleidung, Bücher und vieles mehr. Das Geld fließt dann in den Förderverein.

Hinter den Verkäufen im Online-Auktionshaus stecke viel Arbeit. Aber das zahlt sich aus: 12 335 Euro hat der Verein bis Ende 2017 so eingenommen. Das Geld soll in die alte Schule investiert werden. „Ein besonderer Dank gilt den Spendern“, sagte die Vorsitzende. Manchmal nehmen die Spenden jedoch etwas Überhand: „Das erklärt ein bisschen, weshalb ich in letzter Zeit weniger Besuch empfange. Mein Haus ist einfach zu voll.“ Regelmäßig verwandeln sich die Räume in ihrem Haus in eine Lagerhalle für die vielen Spenden. Austermann-Haun nimmt die Spendenbereitschaft der Lüderser mit viel Dankbarkeit, aber auch mit Humor.

Zugunsten der alten Schule fließt außerdem eine Spende des Lüderser Gesangvereins „Frohsinn“, der nach seiner endgültigen Auflösung den Kassenstand in Höhe von 2700 Euro dem Förderverein überließ. Ein weiterer Erfolg sei der „Lüderser Wegweiser“, der unter der Regie von Erwin Delekat herausgegeben wird und wichtige Infos über den Ort enthält.

Das Imkern sei zur Zeit nicht nur „ganz schön in“, sondern auch unterstützenswert. Daher plant der Verein ein Treffen mit Hobby-Imkern, die Teilnehmer über die Bienenzucht informieren wollen.

Der Förderverein sucht außerdem neue und jüngere Mitglieder und möchte in der Zukunft vermehrt im Internet präsent sein. Derzeit sind 86 Mitglieder im Verein aktiv.

Trotz des „stillen Jahres“, oder zumindest des Vorsatzes sollen die Veranstaltungen natürlich fortgesetzt werden. Die Literaturabende „Lüderatura“ werden unter der Leitung von Friedrich Schünemann künftig in die Bergdorfhalle umziehen. Eine Vollverpflegung soll es hingegen nicht mehr geben, sondern „nur Knabbereien und Getränke“.

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